SAARBRÜCKEN – Sie soll ihre Sexualpartnerin in einem Waldstück nahe Rehlingen-Siersburg bei «Fessel- und Blutspielen» getötet haben: Knapp sechs Monate nach der mutmaßlichen Tat hat der Prozess gegen eine 36-Jährige am Landgericht Saarbrücken begonnen.
Die Anklage lautet auf Mord – zur Befriedigung des Geschlechtstriebs.
Es sei «zu Sexualverkehr mit Praktiken aus dem sadomasochistischen Spektrum» gekommen: Dabei habe die Angeklagte ihr Opfer zunächst mit einer Gliederkette um den Hals gedrosselt, bis dieses wegen erheblicher Verletzungen im Halsbereich widerstandsunfähig war.
Danach soll die Deutsche zur Befriedigung ihres Geschlechtstriebs «wie im Rausch» 93 Mal mit einem Küchenmesser auf die 30-Jährige eingestochen haben. Das Opfer erlitt laut Anklage stark blutende Verletzungen am Hals und starb an einer Kombination aus Blutverlust und stumpfen Verletzungen am Hals. Die Leiche der Frau wurde auf einem Feldweg von einem Spaziergänger entdeckt.
Tatverdächtige möglicherweise psychisch krank?
Die Angeklagte wurde nach der Tat im rheinland-pfälzischen Kreis Mainz-Bingen festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Sie und das Opfer stammen nach früheren Angaben aus Baden-Württemberg.
Sie hatten sich rund vier Wochen vor der Tat in einer psychiatrischen Einrichtung in Nordbaden kennengelernt. Laut Anklage fühlt sich die 36-Jährige als Mann und sei sehr dominant. Das Opfer soll sozial und emotional auf dem Stand eines Kleinkindes gewesen sein.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wird im Prozess von einem psychiatrischen Sachverständigen zu prüfen sein, ob und inwieweit bei der Beschuldigten psychische Erkrankungen vorliegen.
















