Konz-Trier-Schweich und Co.: Machbarkeitsstudien für zwei Pendler-Radrouten sind fertig

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Auf der Pendlerradroute soll der Fahrradverkehr vom Moselradweg auf die Kaiser-Wilhelm-Brücke (im Hintergrund) geführt werden. Hier fehlt es momentan noch an der nötigen Infrastruktur. Foto: Rathaus Zeitung Trier.

MAINZ. Die Machbarkeitsstudien für zwei der sieben geplanten Pendler-Radrouten in Rheinland-Pfalz sind fertig. Für die Strecke Konz-Trier-Schweich sowie für die Route zwischen Worms, Frankenthal und Ludwigshafen seien damit die Vorzugstrassen gefunden worden, teilte das Verkehrsministerium in Mainz am Donnerstag mit.

Für die etwa 60 Kilometer lange Strecke zwischen Worms und Ludwigshafen seien Start- und Zielpunkte in direkter Nähe zum Bahn-, Stadtbahn- und S-Bahn-Netz gefunden worden. Rund 90 Prozent der Strecke (54 Kilometer) könnten durch Anpassungen auf bereits bestehenden Radwegen verwirklicht werden. Die Kosten werden auf rund 7,6 Millionen Euro geschätzt.

Die Strecke zwischen Konz und Schweich ist zwar nur halb so lang – etwa 25 Kilometer – die Baukosten sind aber mit rund 14 Millionen Euro fast doppelt so hoch.

Die 25 Kilometer lange Route, davon 17 auf Trierer Gebiet, soll durchgängig, komfortabel und sicher befahrbar sein.

Die Strecke führt von Konz kommend über den rechten, östlichen Moselradweg und wechselt mit der Kaiser-Wilhelm-Brücke die Flussseite. Per Bahnunterführung Kölner Straße geht es auf den linken, westlichen Moselradweg bis Biewer. Dort wird die B 53 durch die bestehende Unterführung unterquert. Von dort geht es bis Ehrang grob parallel zur Bahnlinie. Dort werden die Ehranger Straße, die Kyllbrücke, der Marktplatz und der Laacher Weg passiert, bis mit dem Dammradweg am Krankenhaus wieder auf die bestehende Streckenführung des Moselradwegs eingebogen wird. Diesem wird im weiteren Verlauf bis nach Schweich gefolgt.

Als Schlüsselstelle der Route mit hohem Investitionsbedarf gilt die westliche Auffahrt zur Kaiser-Wilhelm-Brücke über die Bitburger Straße. Hier ist bisher noch keine Radverkehrsführung vorhanden. Weitere Lücken, die möglichst schnell geschlossen werden sollen: die Querung der Hafenstraße, ein bisher nur geschotterter Abschnitt an der Kleingartenanlage Biewer und die Führung über den Marktplatz Ehrang. Außerdem soll noch in diesem Jahr der Belag des Moselradwegs zwischen Konrad-Adenauer- und Kaiser-Wilhelm-Brücke saniert werden. Nach Umsetzung dieser dringenden Maßnahmen sind noch zwei weitere Ausbauphasen geplant.

Pilotprojekt ist die Radroute zwischen Bingen, Ingelheim und Mainz, sie wird bereits umgesetzt. Ein größeres Projekt ist der Bau eines neuen Radweges entlang der Landstraße L 422 zwischen Ingelheim und Heidesheim, erste Abschnitte sind fertig. In diesem Jahr würden notwendige Querungshilfen und erforderliche Markierungsarbeiten ausgeschrieben und umgesetzt. «Zu Beginn des kommenden Jahres wird eine circa 18 Kilometer lange, zusammenhängende Strecke fertiggestellt sein.»

Priorität haben zudem die Radroute am Oberrhein von Karlsruhe über Wörth nach Worms sowie die Radroute um Trier und in der Pfalz von Neustadt/Weinstraße nach Landau. Bei den drei anderen Projekten laufen die Vorbereitungen. Diese Radrouten führen von Remagen/Linz nach NRW, von Koblenz nach Neuwied und Boppard sowie von Kaiserslautern nach Landstuhl.

Bis 2026 sollen alle sieben Routen fertig oder wenigstens im Bau sein. Insgesamt erstrecken sie sich über 246 Kilometer.

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