Highspeed Internet: Glasfaser-Ausbau der Telekom in Trier-Nord kommt voran

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Bruno Stolz, Region Manager Infrastrukturvertrieb bei der Telekom (2.v.r.), und sein Kollege Michael Löttner (2.v.l.) erläutern OB Wolfram Leibe (r.) und Baudezernent Andreas Ludwig den Aufbau des Glasfaserkabels, das derzeit unter anderem in der Heinrich-Rumschöttel-Straße in Trier-Nord verlegt wird. Foto: Presseamt Trier

TRIER. Im Stadtteil Trier-Nord läuft derzeit der Glasfaser-Ausbau der Telekom auf Hochtouren und liegt voll im Zeitplan. Davon haben sich OB Wolfram Leibe und Baudezernent Andreas Ludwig bei einem Baustellenbesuch überzeugt.

Das teilte die Stadt Trier heute mit. Mittlerweile sind die ersten sechs von rund 40 Kilometern Tiefbau erledigt und alle geplanten 40 Netzverteiler bereits aufgestellt. Die Verlegung läuft in einzelnen Straßenabschnitten: Sobald einer fertig ist, können Anlieger die schnellen Glasfaseranschlüsse mit bis zu einem Gigabit pro Sekunde buchen und nutzen. Davon profitieren dort bis Jahresende circa 10.000 Haushalte. Die Ausbaukosten trägt die Telekom. Weitere Gebiete in Trier folgen in den nächsten Jahren. Konkret projektiert werden für 2022 weitere circa 15.000 Haushalte.

OB Leibe freut sich über den voranschreitenden Glasfaser-Ausbau: „Gerade jetzt während der Corona-Pandemie wird die Bedeutung digitaler Anwendungen für uns alle unmittelbar spürbar. Arbeiten von zu Hause, Home-Schooling oder Videokonferenzen: Für all das braucht es stabile sowie leistungsfähige Internet-Verbindungen. Auch über Corona hinaus wird das digitale Arbeiten und Leben unsere Zukunft prägen, mit Streaming-Diensten, Telemedizin oder Smart Home Technologien. Ich begrüße es daher sehr, dass die Telekom begonnen hat, ihr Netz in Teilen von Trier auf die modernste Glasfasertechnik bis hinein in die Häuser aufzurüsten und freue mich, dass die Arbeiten so gut voranschreiten. Schnelles Internet gehört mittlerweile zur Grundversorgung. Investitionen dieser Art machen die Stadt zukunftssicher und attraktiv für Wohnen, Leben und Arbeiten. Klasse, dass sich jetzt so viele Menschen ihr Zuhause bis Ende 2021 sogar kostenfrei an das Highspeed-Netz anschließen lassen können.“

Zu den Straßen, in denen die Glasfaserkabel bereits verlegt sind, gehören unter anderen Am Sender, An der Feldport, An der Hospitalsmühle, Thyrsuss- und Röntgenstraße. Weiter geht es nun in der Park- und Dasbachstraße. Michael Löttner, Leiter Technik Region Südwest der Telekom, betont: „Wir sind voll im Plan. Die ersten Glasfaserkabel liegen bereits. Nahezu alle Verteiler stehen schon. Unser Spezialfahrzeug T-Car hat mit künstlicher Intelligenz bei der Trassenplanung geholfen. So konnten wir den Ausbau beschleunigen. In diesem Zusammenhang bedanken wir uns bei der Stadtverwaltung Trier für die reibungslose Zusammenarbeit.“ Auch Baudezernent Andreas Ludwig zeigt sich begeistert vom zügigen Fortschritt und freut sich über das Lob für das städtische Amt StadtRaumTrier: „Natürlich gibt es Beeinträchtigungen, wenn 120 Kilometer Glasfaserkabel verlegt werden. Aber wir versuchen, die Verkehrs- und Lärmbelastung durch intensive Abstimmungen mit der Telekom und der ausführenden Firma Renken möglichst gering zu halten. Auch den Einsatz neuer Verlegemethoden und Maschinen prüfen wir selbstverständlich im Rahmen der Vorgaben des Telekommunikationsgesetzes, um die Tiefbauarbeiten möglichst schnell im Sinne der Bürgerinnen und Bürger über die Bühne zu bringen.“

Alle reden von FTTH (Fiber to the Home), von Glasfaseranschlüssen bis ins Haus. Damit der Ausbau nicht am Haus vorbeizieht, müssen die Anwohnerinnen und Anwohner allerdings rechtzeitig tätig werden. „Beim FTTH-Ausbau endet das Glasfaser-Kabel nicht mehr im Verteilerkasten am Straßenrand, sondern muss bis ins Gebäude gezogen werden. Dafür brauchen wir die Genehmigung des Eigentümers. Schließlich betreten wir Privatgrund. Den Anstoß können Immobilienbesitzer und Mieter gleichermaßen geben, wenn Sie sich bei uns melden“, erläutert Telekom-Regionalmanager Bruno Stolz. Anderenfalls wird das Glasfaserkabel am Gebäude vorbeigeführt. Die Immobilie kann später immer noch angeschlossen werden, allerdings muss dieser Anschluss selbst bezahlt werden. Wer sich jetzt meldet, bekommt den Glasfaser-Anschluss kostenlos. Michael Löttner von der Telekom ergänzt: „Wir bauen mit Licht im Rücken. Nach dem Verlegen des Glasfaserkabels ins Haus kann der Anschluss schnell geschaltet werden. Zwischen Ausbauankündigung, Bau und Buchbarkeit vergehen nur wenige Monate.“

Die Telekom informiert jetzt alle Eigentümer, Hausverwalter und Wohnungswirtschaften über notwendige Maßnahmen. Jeder Eigentümer im Ausbaugebiet kann sich die Anbindung seiner Immobilie online sichern (www.telekom.de/glasfaser-trier) oder telefonisch: 0800/2266100. Auch wer zur Miete wohnt, kann einen Anschluss buchen. Die Telekom nimmt mit den Vermieter Kontakt auf und klärt, wie die Glasfaser ins Haus kommt.

Die Telekom hat am 19. Mai eine digitale Bürger-Infoveranstaltung zum Glasfaserausbau in Trier-Nord durchgeführt. Sie finden die Aufzeichnung unter https://magenta-iv.de/trier1905/.

Zur Beschleunigung des Netzausbaus sind T-Cars im Einsatz. Das sind Fahrzeuge mit Kameras und Laserscanner, die die zur Glasfaserverlegung geplanten Straßenzüge in 2D und 3D aufnehmen. So kann sich der Netzplaner einen Eindruck der Verhältnisse vor Ort verschaffen, ohne das Büro zu verlassen. In einem weiteren Schritt analysiert künstliche Intelligenz Fotos und 3D-Informationen. So werden unterschiedliche Oberflächen wie Asphalt oder Kopfsteinpflaster automatisiert erkannt. Gleiches gilt für Bäume oder Straßenlaternen, die Glasfasertrassen kreuzen. Da rund 80 Prozent der Kosten für den Glasfaserausbau auf den Tiefbau entfallen, werden exakte Angaben in der Planungsphase benötigt.

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