Versuchte Tötung mit Auto: Angeklagter schweigt

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Foto: Patrick Seeger/dpaArchiv

SAARBRÜCKEN. Vor dem Landgericht Saarbrücken hat ein Prozess gegen einen 23-Jährigen begonnen, der mutmaßlich den Vater seiner Ex-Freundin mit einem Auto überfahren wollte.

Laut einer Gerichtssprecherin schwieg der Mann beim Prozessauftakt am Montag zu den Vorwürfen. Der Angeklagte muss sich vor der Jugendkammer des Schwurgerichts verantworten. Ihm wird versuchter Totschlags in Tateinheit mit vorsätzlichem gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr und Diebstahl in Tateinheit mit fahrlässigem Fahren ohne Fahrerlaubnis vorgeworfen.

Der deutsch-türkische Staatsangehörige wird beschuldigt, am 12. Dezember 2018 im saarländischen Beckingen (Landkreis Merzig-Wadern) in das unverschlossene Elternhaus seiner ehemaligen Freundin eingedrungen zu sein und neben einer Geldbörse auch den Pkw-Schlüssel des 55 Jahre alten Vaters entwendet zu haben. Dann soll er mit dem vor dem Haus stehenden Auto zu einem Mittäter nach Losheim gefahren sein.

Der Sohn der Familie folgte ihnen im eigenen Fahrzeug, verursachte wenig später jedoch einen Unfall. Laut Anklage kehrte der mutmaßliche Täter an die Unfallstelle zurück, wo inzwischen auch der Vater war. Daraufhin habe der mutmaßliche Täter Gas gegeben und sei mit ausgeschaltetem Licht gezielt auf den Mann, der auf der Fahrbahn stand, zugesteuert. Nur mit einem Sprung zur Seite habe sich der 55-Jährige retten können.

Der Prozess wird am 18. Mai fortgesetzt. Es sind nach Gerichtsangaben noch drei weitere Verhandlungstage vorgesehen, ein Urteil könnte am 18. Juni fallen.

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