++ Aktuell: Hausärzte bekommen mehr Impfdosen: Impfzentren bis Herbst ++

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Impfung beim Hausarzt: Foto: dpa

Die rheinland-pfälzischen Hausärzte und die 32 Impfzentren bekommen mehr Impfstoff gegen das Coronavirus: Für die Impfzentren werde es im Mai und Juni jeweils etwa 450 000 Dosen geben, sagte Staatssekretärin Heike Raab (SPD) am Dienstag in einer Video-Schalte des Ältestenrats des Landtags. Dazu kämen für die bundesweit rund 65 000 niedergelassenen Ärzte in dieser Woche zwei Millionen und in der kommenden Woche drei Millionen Impfdosen. Privatärzte seien in die Impfkampagne noch nicht einbezogen, berichtete Raab vom Impfgipfel von Bund und Ländern vom Montag.

Von den mehr als eine Million Menschen der Priogruppe 3, die sich seit vergangenen Freitag in Rheinland-Pfalz für eine Impfung registrieren können, hätten sich bis Montagabend rund 215 000 angemeldet. Eigentlich sei mit mehr gerechnet worden, viele hätten sich wohl schon bei ihren Hausärzten angemeldet, sagte Raab.

Die Impfzentren würden trotzdem noch mindestens bis Ende September gebraucht. Betriebsärzte sollen spätestens im Juni ins Impfen einbezogen werden. Dafür müssten die Unternehmen aber eine digitale Impf-Dokumentation einführen. Die Folge werde eine veränderte föderale Verteilung des Vakzins sein. Denn im Rhein-Main-Gebiet etwa gebe es deutlich mehr Betriebsärzte als in Mecklenburg-Vorpommern.

Spätestens im Juni soll die Anmeldung zur Impfung für Alle über 16 Jahre offen sein. «Dann ist aber immer noch nicht genug Impfstoff da», sagte Raab. «Es wird ein sehr großer Run auf den Impfstoff los gehen.»

Zum Thema Rechte für Geimpfte wolle das Bundeskabinett in der ersten Mai-Woche über eine zustimmungspflichtige Verordnung beraten. Es gehe dabei nicht um Sonderrechte, sondern um ein Konzept, nach dem nicht mehr berechtigte Grundrechtseinschränkungen aufgehoben würden. Dabei sollten – wie in Rheinland-Pfalz – 14 Tage nach der zweiten Impfung Geimpfte und negativ Getestete gleichgestellt werden. Es solle aber keine Sonderöffnungen nur für Geimpfte geben – etwa in Museen oder Schwimmbädern. Die Kontakt- und Ausgangssperren in Alten- und Pflegeheimen sowie in Einrichtungen der Wiedereingliederung für behinderte Menschen könnten aber für Geimpfte aufgeweicht werden.

Als genesen gelte, wer einen mindestens 28 Tage alten PCR-Test habe. Dieser gelte dann bis zu sechs Monaten, danach sei eine Impfung möglich. Als Ausweis für eine Impfung müsse künftig nicht mehr der gelbe Impfpass ständig mitgeführt werden, sondern es solle eine digitale europaweit gültige Greencard geben.

(dpa)

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