Rheinland-Pfalz: Kitas sollen zum 15. März wieder in den Regelbetrieb gehen

6
Foto: dpa-Archiv

Nach drei Monaten mit eingeschränkter Kita-Betreuung sollen die Kindertagesstätten in Rheinland-Pfalz zum 15. März wieder in den Regelbetrieb übergehen. Bis dahin bleibt es beim Appell, Kinder nur bei dringendem Betreuungsbedarf in die Kita zu schicken, wie das Bildungsministerium am Donnerstag in Mainz mitteilte. Bereits ab kommendem Montag sind alle Vorschulkinder zum Kita-Besuch eingeladen.

«Der Übergang zwischen Kita und Grundschule ist für Kinder ein großer Schritt», erklärte Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD). «Um diesen Übergang mit und für unsere Vorschulkinder gut vorzubereiten, können sie schon eine Woche früher wieder in ihre Kitas zurückkehren.» So könnten die Kinder noch möglichst viel Zeit vor der Schule in den vertrauten Einrichtungen verbringen. Auch Kinder, «für die die bestehende Situation besonders belastend ist», könnten jetzt wieder verstärkt in ihre Kita kommen.

Der Übergang zum Regelbetrieb unter Corona-Bedingungen ab Mitte März steht unter dem Vorbehalt, dass das Infektionsgeschehen diesen Schritt zulässt. Bis dahin hätten die Erzieherinnen und Erzieher «weitestgehend den Schutz durch die erste Impfung», erklärte das Ministerium. Je nach Situation vor Ort könne es aber immer wieder zu Einschränkungen des Betreuungsangebots kommen – gerade auch während der Zeit, in der die Kinder gebracht und abgeholt würden.

Die Entscheidungen seien bereits mit dem Kita-Tag der Spitzen abgestimmt worden, teilte das Ministerium mit. Diese Runde verbindet das Bildungsministerium mit den Kita-Trägern, Elternvertretern und Vertretungen der Erzieherinnen und Erzieher. «Ich freue mich sehr, dass wir diese nächsten Schritte im Bereich der Kitas gemeinsam gehen können», erklärte Hubig.

Vorheriger Artikel++ AKTUELL: ALLE INFOS – Malu Dreyer erklärt das Beschlossene für Rheinland-Pfalz ++
Nächster ArtikelChristian Baldauf: Gut durchdachte Öffnungsschritte wichtig – Perspektive mit Vorsicht verbinden

6 KOMMENTARE

  1. Es ist mal wieder unglaublich was Frau Hubig für die Kitas beschlossen hat.
    Es entspricht zum einen überhaupt nicht den Tatsachen dass ein Großteil der Erzieher/innen bis dahin geimpft sind. Und dann handelt es sich nur um die erstimpfung die u. U erst 2 Tage her ist.
    Das Impfangebot für Erzieher/innen war mal wieder ein vergiftetes Bonbon um nochmal s chnell die Eltern zu bedienen und um auf Stimmenfang für die Wahl zu grhrn
    Vielen Dank für so viel „Fürsorge“

  2. Richtig…, die Erzieher und Erzieherinnen sind in den letzten Wochen und Monaten ordentlich von der Landesregierung „verheizt“ worden. Dem Apell an die Eltern, ihre Kinder zuhause zu betreuen, sind nur wenige gefolgt und das Angebot der Notbetreuung wurde in unverschämter Weise genutzt, bzw. ausgenutzt.

    Das Risiko sich in der KiTa anzustecken tragen somit die Familien und Kinder der Erzieher / Erzieherinnen in gleichem Maße mit…

  3. Frau Hubig hat ja auch noch bis kurz vor Weihnachten behauptet, Schulen seien keine Infektionsherde. Obwohl es bereits unzählige wissenschaftliche Studien gab, die das Gegenteil aufzeigten.
    Wir haben hier das Pendant zu Frau Eisenmann in BaWü. Dies ist untragbar.

  4. Ich verstehe um ehrlich zu sein gar nicht warum viele Lehrer und Erzieher so viel jammern. Es gibt unglaublich viele Bereiche in denen die Menschen arbeiten in Präsenz. Beispiel Supermarkt, Bank, Post, Paketversand, …Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. All diese anderen Berufsgruppen jammern nicht so herum. Sie leisten ihren beruflichen Beitrag um die Gesellschaft am laufen zu halten. Ja, das Risiko für all diese Berufsgruppen ist erhöht. Ich gehöre im übrigen dazu. Obwohl ich weder Lehrer noch Erzieher bin. Es würde mir nie einfallen so einen Affentanz zu machen. Jeder Mensch in Deutschland hat die Möglichkeit den Beruf zu wechseln wenn es ihm nicht genehm ist. Hier wird niemand verheizt. Ich muss auch im Präsenz arbeiten. Ein Schutz und Abstand halten ist oft nicht möglich. Die Anzahl der Kontakte ist enorm. Ich arbeite in der Bank. Ich bekomme keine Impfung und für meine Arbeit auch keinerlei gesellschaftliche Anerkennung. Wenn das Konto der lieben Erzieherinnen und Lehrerinnen und Lehrer und Erzieher aber nicht mehr funktioniert, dann wäre das Geschrei groß. Und während ich arbeite und unser Land mit am laufen halte geht mein Kind in die Kita. Richtig so! Soll ich mich dafür jetzt auch noch schämen? Tue ich nicht. Meistens sind es ohnehin die Lehrer und die Erzieher die sich in den Pausenräumen gegenseitig anstecken.

    • Danke für den guten Kommentar – Sie sprechen mir aus der Seele !!!
      Der Deutsche Schaffer ist zum Jammerlappen mutiert !

  5. Nichts gegen die Notbetreuung aber dennoch nteressant ist (und was viele, denke ich, nicht wissen), dass große Teile der Kita’s in Rheinland-Pfalz NIE zu waren… Echt witzig wenn in Berlin von geschlossen Schulen und Kita’s die Rede war…. In RLP hat man da so heimlich still und leise sein eigenes (Wahl-)Süppchen gekocht…
    So konnten zum Beispiel in den grenznahen Kita’s keine Bescheinigungen über eine offizielle Schliessung ausgestellt werden (komisch oder?), was dazu führte, dass Eltern nicht den in Luxembourg geltenden Sonderurlaub zur Betreuung der Kinder in Anspruch nehmen konnten und somit quasi beruflich gezwungen waren Diese in die Kita zu geben da sie arbeiten mussten…
    Ich denke ein Paradebeispiel für politisches Kalkül in einem Wahljahr… Trete ich (und setze sie einem erhöhten Infektionsrisiko) ein paar Erziehern oder ganz vielen Wählern (ähm Eltern…) auf die Füße…?
    Und jetzt die Augenwischerei mit den Impfungen… Hilft zwar klar aber mit den kurzen Vorlaufzeiten kann niemand eine Immunität aufbauen. Wieder ein Wahlgeschenk für die größere Gruppe.
    Mal abwarten was nach der Wahl passiert…

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.