+++ Corona-Gipfel AKTUELL: Was Bund und Länder beschlossen haben +++

0
Foto: dpa-Archiv

BERLIN/MAINZ. Nach fast 9-stündigen Verhandlungen konnten sich Bund und Länder heute am späten Abend auf weitere Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie einigen.

Die Ministerpräsidenten und Ministerpräsidentinnen der Länder vereinbarten mit der Kanzlerin, den Lockdown grundsätzlich bis zum 28. März zu verlängern. Gleichzeitig soll es aber weitere Lockerungen geben. Impfungen sollen ab Anfang April auch in Arztpraxen möglich sein.

Bundeskanzlerin Angela Merkel trat am späten Abend im Kanzleramt gegen 23.30 Uhr noch vor die Presse und teilte die Eckpunkte der Beschlüsse des Bund-Länder-Gipfels mit:

  • Der Lockdown wird bis 28. März verlängert. Daneben soll es zahlreiche stufenweise Öffnungsmöglichkeiten je nach regionalen Corona-Zahlen geben
  • Haus- und Fachärzte sollen ab Anfang April mit den Corona-Impfungen in ihren Praxen beginnen.
  • Kostenlose Corona-Schnelltests für alle Bürger werden von nächster Woche an möglich werden. Der Bund will ab dann die Kosten dafür übernehmen. Pro Woche ist ein bezahlter Schnelltest möglich, den ein geschultes Personal etwa in Testzentren oder Arztpraxen abnimmt.
  • Der Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung soll maximal ausgereizt werden, um schnellere Erstimpfung einer breiteren Bevölkerungsschicht zu erreichen
  • Der Astrazeneca-Impfstoff soll auch für Menschen freigegeben werden, die älter sind als 65.
  • Weiteren Corona-Öffnungsschritten schon ab einer Inzidenz von 50 möglich, nicht erst wie bisher ab 35. So werden dann auch landesweite oder regionale Öffnungen „des Einzelhandels mit einer Begrenzung von einer Kundin oder einem Kunden pro 10 qm für die ersten 800 qm Verkaufsfläche und einem weiteren für jede weiteren 20 qm“ möglich.
  • Ab Montag sollen private Treffen wieder mit einem weiteren Hausstand möglich sein, so dass sich wieder bis zu fünf Personen treffen können. Kinder bis 14 Jahre werden nicht mitgezählt. Und: Paare, die nicht zusammenwohnen, sollen künftig als ein Hausstand gelten. Bei niedrigen Infektionszahlen sind auch noch mehr Kontakte erlaubt, wie aus dem Beschlusspapier von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten hervorgeht.
  • Keine Testpflicht für Unternehmen, stattdessen „Appell“
Vorheriger Artikel++ Länderchefs kippen 35-Inzidenz für Lockerungen ++
Nächster ArtikelFlucht aus Psychiatrie: Mann springt in Weiher und stirbt

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.