Saar-Pfalz-Derby: Saarbrücken und Lautern teilen sich Punkte

Im ersten Derby in einem Punktspiel seit 1993 zwischen dem 1. FC Saarbrücken und 1. FC Kaiserslautern gibt es keinen Sieger. Beide Clubs bleiben seit sechs Drittliga-Partien ungeschlagen - und der Aufsteiger aus Saarbrücken an der Tabellenspitze.

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Foto: dpa-Archiv

SAARBRÜCKEN. Im Saar-Pfalz-Derby der 3. Fußball-Liga haben sich der 1. FC Saarbrücken und der 1. FC Kaiserslautern beim 1:1 (0:0) die Punkte geteilt.

Das Führungstor für die Roten Teufel erzielte am Sonntag Kenny Prince Redondo in der 59. Minute. Für den Aufsteiger traf Maurice Deville (88.) zum späten Ausgleich. Beide Clubs blieben damit zum sechsten Mal hintereinander ungeschlagen. Es war das erste Mal seit 1993, dass sich die Saarländer und die Pfälzer wieder in einem Punktspiel gegenüberstanden.

«Mindestens der Punkt ist für uns verdient», sagte Saarbrückens Trainer Lukas Kwasniok. «Ich habe aber schon das Gefühl, dass die meisten bei uns in der Kabine trotzdem enttäuscht sind. Das geht mir ähnlich.» In den ersten 15 Minuten hätte seine Mannschaft das Spiel entscheiden können, nutzte aber die Chancen nicht. «Die fehlende Überzeugung vor dem Tor hat sich dann so ins Spiel rein geschleppt», analysierte der Coach. Angesichts des späten Ausgleichstors sagte Lauterns Torschütze Redondo: «Schade, dass wir die drei Punkte nicht mit nach Hause nehmen. Es ist bitter.»

Der Tabellenführer aus Saarbrücken startete besser ins Spiel und hätte in der Anfangsphase in Führung gehen müssen. Tobias Jänicke (8.), Kianz Froese und Sebastian Jacob (12.) vergaben beste Chancen für den Gastgeber. Danach konnte Kaiserslautern die Partie ausgeglichener gestalten – ohne sich große Möglichkeiten zu erspielen. Marlon Ritters Abschluss konnte FCS-Keeper Daniel Batz nach 18 Minuten zur Ecke lenken. Insgesamt waren die Lauterer mit dem 0:0 zur Pause gut bedient.

Nach 59 Minuten gingen die Gäste in Führung: Saarbrückens Manuel Zeitz verlängerte einen Einwurf von Hikmet Ciftci unglücklich zu Redondo, der mit seinem Kopfball Batz keine Chance ließ. Zehn Minuten später sah FCK-Torhüter Avdo Spahic nach einem Handspiel außerhalb des Strafraums die Rote Karte. Ersatzkeeper Matheo Raab kam zu seinem Drittliga-Debüt, Ritter verließ für ihn den Platz.

Die Hausherren drückten danach vehement auf den Ausgleich, der Deville zwei Minuten vor dem Schluss noch gelang. «Das ich mal wieder so ein wichtiges Tor mache, war gut. Wir hätten aber gerne gewonnen», sagte Deville. «Wir hatten am Anfang drei, vier Chancen, von denen wir einfach eine reinmachen müssen.»

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