Trier-Land: Im Wasserverteilungsgebiet „Fidei“ ändert sich die Wasserstärke

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Marius Becker // Symbolbild

Der Zweckverband Wasserwerk Trier-Land wird ab dem 20.11.2020 die neu errichtete Trinkwassergewinnungs- und Aufbereitungsanlage „Mülchen“ in Betrieb nehmen. Dies teilt die Verbandsgemeinde Trier-Land am Mittwoch mit.

Bedingt durch die Umstellung des Aufbereitungsprozesses wird sich im Abgabegebiet Fidei, zu dem die Ortslagen Zemmer, Schleidweiler, Rodt, Daufenbach (mit Mühlenflürchen) sowie die Gemeinde Orenhofen (VG Speicher) gehören, die Wasserhärte verändern.

Bislang hatte das Wasser eine Gesamthärte von 2,9 ° dH (Grad deutsche Härte) bzw. 0,52 mmol/l. Nach Inbetriebnahme der neuen Anlage wird das Wasser eine Härte von 5,26 ° dH bzw. 0,94 mmol/l haben.

Durch die Umstellung des Aufbereitungsprozesses wird es künftig nicht mehr notwendig sein, das Rohwasser aufwändig zu entsäuern und dem Trinkwasser einen sogenannten Korrosionsschutzinhibitor zuzusetzen. Bislang war dies wegen des extrem weichen Wassers erforderlich, um das Leitungsnetz zu schützen.

Das Trinkwasser im Gebiet „Fidei“ ist auch nach der Umstellung der Anlage noch dem Härtebereich 1 = „weich“ nach dem Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG) zuzuordnen. Die Endkunden werden die Umstellung allenfalls am pH-Wert bemerken. Dies ist beispielsweise relevant, falls sie ein Aquarium oder einen Teich besitzen. Bislang hatte das Wasser einen pH-Wert von 7,61 – Dieser wird künftig bei etwa 8,5 liegen.

Zum Vergleich:
Im übrigen Versorgungsgebiet des Zweckverband Wasserwerk Trier-Land (Gebiet westlich der Kyll) hat das Trinkwasser eine Gesamthärte von 8,7° dH bzw. 1,55 mmol/l und ist dort dem Härtebereich 2 (mittelhart) zuzuordnen.

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