„Keine voreiligen Entscheidungen“ – immer mehr Weihnachtsmärkte auf der Kippe

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Symbolbild; Foto: pixabay

MAINZ. Die Weihnachtsmärkte in Rheinland-Pfalz stehen angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen auf der Kippe. Die Kommunen warnen aber vor Hektik und haben noch keinen abgesagt. Zunächst appellierten sie an die Bürger, auf Halloween-Feiern zu verzichten.

«Wir beobachten das Infektionsgeschehen mit Sorge», sagte der geschäftsführende Direktor des Städtetags, Fabian Kirsch, am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. Die Infektionszahlen hätten selbstverständlich Auswirkungen auf Veranstaltungen. Aber bevor Weihnachtsmärkte abgesagt würden, werde zunächst geschaut, ob sich die ergriffenen Beschränkungen wie etwa bei privaten Feiern nicht positiv auswirkten.

Mit Blick auf Halloween am Ende der Woche solle jedoch auf Partys verzichtet werden, mahnte Kirsch. «Eltern, die ihre Kinder von Haus zu Haus schicken, haben den Ernst der Lage noch nicht begriffen.» Die Stadt Mainz ruft dazu auf, auf jegliche Halloween-Aktivität zu verzichten.

«Wir müssen das Infektionsgeschehen in den Griff bekommen. Die beschlossenen Maßnahmen brauchen noch eine kurze Zeit, um zu wirken», heißt es auch in der Staatskanzlei in Mainz mit Blick auf die Weihnachtsmärkte. «Das schauen wir uns an. Es ist im Moment noch zu früh, um abschließend sagen zu können, ob und in welcher Form alternative Veranstaltungsmöglichkeiten in der Adventszeit stattfinden können.» Letztlich entschieden darüber auch die regional eingesetzten Task Forces entsprechend den Infektionszahlen vor Ort.

In der Landeshauptstadt Mainz wird über den Weihnachtsmarkt noch beraten, der ohnehin schon als eine Art Weihnachtsdorf geplant ist, also sich über die Stadt stärker verteilen soll. Es würden keine voreiligen Entscheidungen getroffen, sagte Stadtsprecher Ralf Peterhanwahr. Nach einer Denkpause werde in Ruhe weiter darüber beraten. (dpa)

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