Trierer Kehrmaschinen-Wahnsinn: Innenstadtbewohner werden ab 5 Uhr „terrorisiert“!

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Symbolbild // dpa

TRIER. „Der Terror beginn ab 5 Uhr in der Nacht“ – Anwohner des Innenstadtbereichs rund um den Trierer Hauptmarkt, brauchen sich an den meisten Tagen keinen Wecker zu stellen – unsanft werden diese schon ab 5 Uhr von der startenden Kehrmaschine aus dem Schlaf gerissen!

Ein heftige Ohrfeige für jeden Anwohner in diesem Bereich. Die ach so hoch gelobte Lebensqualität in der Innenstadt – Fehlanzeige; Nachtruhe für Innenstadtbewohner – ein Fremdwort!

„Mittlerweile graut es mit schon am Abend ins Bett zu gehen, denn ich weiß, ab 5 Uhr ist die Nacht schon wieder vorbei! Und der Terror beginnt von vorne – wie in einem schlechten Horrorfilm“, berichtet ein Anwohner.

„Um 5 Uhr morgens geweckt zu werden- um dann eine halbe Stunde später erneut gerade im Bett Stehen zu müssen, da die Kehrmaschine nach einer gefühlten Pirouette auf dem TriererHauptmarkt dreht, um anschließend die wenigen und glücklichen „Wiedereingeschlafenen“ Anwohner erneut aus den Träumen zu reissen! – das ist ein skandalöses Vorgehen“, führt ein Leser aus dem Bereich des Hauptmarktes aus.

Gesetzlich klare Ruhezeiten werden mit Ausnahmeregeln umgangen!

Die Bestimmungen über die entsprechenden Ruhezeiten bzw. die Regelungen ab wann mit welchen lautstarken Gerätschaften gearbeitet werden darf, bestimmen sich sowohl nach dem Bundesimmissionsschutzgesetzt bzw. dessen Durchführungsverordnung als auch auf Landesebene nach dem Landesimmissionsschutzgesetz.

Generell ist in jenen Vorschriften bestimmt, dass Maschinen – und Gerätearten in lärmempfindlichen Gebieten, so z.B. in allgemeinen oder reinen Wohngebieten nur eingeschränkt benutzt werden dürfen. Klare Ruhezeiten sind dabei an Sonn- und Feiertagen ganztätig und an Werktagen in der Zeit von 20 bis 7 Uhr.

Wie so oft gibt es allerdings auch in diesem Bereich Sonderregelungen, welche die zuständigen Behörden ermächtigen, Ausnahmen zu bestimmen, wenn der Betrieb dieser Geräte und Maschinen „im öffentlichen Interesse“ geboten ist.

Bei der Abwägung des „öffentlichen Interesses“ ist die zu achtende Nachtruhe der Bewohner der Innenstadt und deren Lebensqualität, den Behörden scheinbar egal – denn eine derartige Lärmpenetration um 5 Uhr, darf und kann in keinem Falle im öffentlichen Interesse liegen, sind sich die Anwohner einig!

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22 KOMMENTARE

  1. Mir hat ein Anwalt mal versichert: „Eine Ruhestörung liegt vor, wenn die Ruhe gestört ist. Und wenn die Ruhestörung vermeidbar ist, ist sie abzustellen.“ Und eine städtische Verordnung kann das höhergestellte Recht auf Nachtruhe niemals aushebeln. Macht Anzeige, ruft bei der Stadtverwaltung an, stellt Euch dem Typ in den Weg, schreibt Mails, schreibt Briefe mit der Bitte um Antwort … macht denen richtig Arbeit. Dann kehren die bald um 8 Uhr, wetten?

  2. Dann sollen die Innenstadt-Bewohner und Laden/Geschäftsinhaber es sein lassen, ihre Gelben Säcke spät abends auszulegen, wenn sie erst morgens abgeholt werden. Besoffene Jugendliche und einige Füchse, Marder und anderes Getier sorgen dafür, dass die Gelben Säcke übernachtet, durch die Gegend fliegen und zerrissen werden. Die Fussgängerzone sieht anschließend aus wie nach einem Krieg. Wegmachen können es die kleinen Kehrmänner und Stadt muss es bezahlen. Braucht doch niemand zu denken, dass die A.R.T. oder Remondis einen eigenen zeigen Finger krumm machen, um den Scheiss Weg zu räumen, nur weil dieser Mist abends ausgelegt wird anstatt abends.

    • In manchen Straßen kommt die Kehrmaschine am Tag der Abholung von Grünzeug, Sperrmüll oder gelben Säcken. Leider ein paar Stunden vorher. Das ist richtig clever durchdacht.

    • Es geht doch nicht um die Mitarbeiter der Stadt die täglich unseren dreck wegmachen, sondern um die Uhrzeit!!!! Es kann doch einfach nicht sein, dass man morgens um 5 Uhr mit diesen lärmschleudern durch die Straßen fährt! Egal in welcher Straße!!!

    • @ Engeln:Wie oft werden denn die gelben Säcke abgeholt? Etwa jeden Tag, oder etwa jede Woche, oder vielleicht doch nur einmal im Monat? Was ist das denn für eine seltsame Argumentation um das rechtswidrige Verhalten der Stadtreinigung zu erklären!

      • Und genau deshalb zieht das Argument, man würde sonst nicht fertig werden, überhaupt nicht! Oder will man etwa Geld damit verdienen? Das wäre natürlich eine Erklärung

  3. vor ca 30 Jahen kam mir mal so ein Teil im Tunnel zur Ostallee morgens entgegen. Durch eine gute Reaktion konnte ich mein Motorrad damals noch dank breiter Strasse noch nach rechts ziehen

  4. Wenn die „Homeofficeurlauber“ ihrer Arbeit so ehrlich nachgehen würden wie die Stadtreinigung, nicht täglich ausschlafen würden und dadurch mehr Schaden verursachen als der eigentliche Lockdown, dann würde es keinen stören das die Stadtreinigung früh startet, wie dies schon seit Jahrzehnten der Fall ist.

    • @ Berti:Welche Drogen haben Sie vor dem Schreiben ihres wirren Kommentars genommen? Waren wohl ganz harte!

  5. Es ist wirklich dieser Service, der Trier so einzigartig macht! Heute Morgen wurden wir, die Bewohner der Innenstadt, wieder um 5.45 Uhr von der kehrmaschine geweckt! Der Fahrer hat ca 5 Minuten vor unseren Fenstern seine Runden gedreht, und ist dann wieder weg! Er fährt jetzt durch die gesamte Innenstadt und weckt auch alle anderen Bewohner! Ich glaube das gehört zum Service der Stadtreinigung und kommt bei Touristen und Bewohnern besonders gut an! Und für Alle die nach dem Weckruf nochmal einschlafen, gibts einen besonderen Service,denn ca 30 Minuten später kommt die kehrmaschine wieder, dreht wieder an gleicher Stelle ein paar Runden und sie werden, sollten sie oder ihre Familie wieder eingeschlafen sein, wieder geweckt und anschließend ca 30 Minuten später nochmal! Ein wirklich toller Service,sollte man vielleicht auch mal den Damen u Herren der Stadtverwaltung zugute kommen lassen!

  6. Wann solldie Stadt denn gereinigt werden? Wenn der der erste Anlieferungsverkehr läuft oder am besten während den Einkaufszeiten. Irgendwo müssen sie ja anfangen sonst werden sie ihr Pensum nicht schaffen. Einen Ort der absoluten Ruhe bis sieben Uhr findet man am ehesten auf dem Land. Dort möchte man aber nicht hin. Also was denn jetzt? Zu dem Herrn, der Trier als Kuhdorf bezeichnet hat: was verstehen Sie unter Kuhdorf und was hat das mit Trier zu tun? In Düsseldorf, wo ich öfters bei meiner Tochter bin, werden die Mülltonnen einmal in der Woche morgens um halb sechs von der Straße aus mit viel Getöse ( wie soll es auch anders gehen?) aus den Kellern gezogen. Ist übrigens kein Kuhdorf, glaube ich.

    • @eva Schneider:Begreifen Sie es nicht oder wollen Sie es nicht begreifen? Es geht nicht darum, dass die Stadt gereinigt wird, sondern um die Uhrzeit! Warum glauben Sie hat der Gesetzgeber die Lärm-Emissionswerte so festgelegt?Glauben Sie damit jeder diese mit fadenscheinigen Argumenten einfach umgehen kann! Aber wenn’s einen nicht betrifft kann man natürlich solche hochintelligenten Kommentare abgeben! Und was soll Ihr Vergleich mit der Müllabfuhr in Düsseldorf, glauben Sie wirklich das ist vergleichbar?

  7. Natürlich ist Trier zu den meisten Groß-Möchtegern-Großstädten ein Kuhdorf.

    Wie kann man Konsumenten nur besser vom Einkaufen abhalten als mit Radarfallen,
    ohne vernünftiges Verkehrskonzept, außer Sonderspuren für Radfahrer,
    und Parkplätze. die ein halbes Vermögen kosten. ?

    Das Chaos am Morgen muss gar nicht erwähnt werden.

    Und gereinigt wird eigentlich nur da, wo man es wirklich sieht, also für die Touristen in der Innenstadt. ?

    Wer da lebt, hat eigentlich nur Pech oder auch Glück gehabt.

    Und ganz nebenbei:

    Trier steht mit an der Spitze der höchst verschuldeten Städte Deutschlands mit einer Pro-Kopf-Verschuldung von 6509 Euro je Einwohner. Bald wird die Marke von einer Milliarde Euro Schulden überschritten, und mit einer auf 500 Millionen ausgeweiteten Liquiditätsgrenze ein eigentlich ungesetzlicher Zustand fortgeführt.

    Trier ist einfach Schei…..

    Ein Konzer. ?

    • Na, hier in Ehrang gibt es (zumindest auf einigen Hauptstraßen) jetzt seit 2 Jahren auch die Straßenreinigung. Ob man’s will oder nicht, der Beitrag wird direkt mit der Grundsteuer eingetrieben. Hier is NULL Tourismus und viele Ehranger würden anstelle zu bezahlen lieber weiterhin selbst kehren (dabei ergibt sich so manch lockeres Gespräch mit Nachbarn oder Passanten).
      Ganz nebenbei: Ein Straßenkehrer bekommt X Euro die Stunde, er wird aber für einen viel höheren Stundensatz mit der Stadtverwaltung abgerechnet. Der Differenzbetrag wandert in die Tasche der „AWO“-Bürokraten oder so ähnlich.

  8. Ich habe 25 Jahre in Trier in der Nordalle gewohnt. Direkt etwas unterhalb der Engelstraße. Da konnte ich die Lärmimissionen oft schon früher mir anhören. auch wenn ich mal wieder eingeschlafen war kam die Geräuschkulisse von der anderen Straßenseite. Und dann natürlich auch noch durch den Park in beiden Richtungen. Ich konnte die nur überhören wenn ich am Vorabend bis um 1 Uhr mitten in der Nach zu Gast in der langen Theke war . Aber das täglich zu machen hielt ich nur 4 Wochen aus.

  9. Also 3x im 30-minütigen Abstand an der gleichen Stelle…
    Klar doch, und nur, damit die Innenstadt- Bewohner sich richtig ärgern.
    Geht’s noch dramatischer?

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