Wegen Betrug vor Gericht – Ehemaliger Bürgermeister muss sich verantworten

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Bildquelle: Oliver Dietze / dpa-Archiv

REGION. Die Staatsanwaltschaft hat den ehemaligen Bürgermeister der saarländischen Kreisstadt Homburg, Klaus Roth (CDU), wegen Betrugs in Tateinheit mit Bestechlichkeit angeklagt. Er soll Ende 2012 einen Auftrag der Stadt zur Neuverkabelung im Rathaus in Höhe von rund 35 000 Euro an ein IT-Unternehmen vergeben haben, bei dem er bis 2008 Alleingesellschafter gewesen sei, teilte die Staatsanwaltschaft Saarbrücken am Montag mit. Mit dem Honorar habe Roth unter anderem eine «noch offene Forderung» gegenüber dem Unternehmen aus der damaligen Geschäftsbeziehung begleichen wollen.

Da der Stadtverwaltung bekannt gewesen sei, dass Roth vor seinem Amtsantritt als Bürgermeister in 2008 Inhaber jener IT-Firma war, soll nach Angaben der Ermittler zur Verschleierung eine weitere Person einer Elektrotechnikfirma zwischengeschaltet worden sein. Tatsächlich sollten weder von dem Geschäftsführer der IT-Firma noch der Mittelsperson Planungsleistungen erbracht werden, hieß es in der Mitteilung der Anklagebehörde. Roth war von 2008 bis 2018 Bürgermeister in Homburg.

Von dem geflossenen Geld habe das IT-Unternehmen Roth im Juni 2013 dann einen Betrag von rund 27 000 Euro überwiesen. Der Geschäftsführer der IT-Firma und der Inhaber der Elektrotechnikfirma sind ebenfalls angeklagt: Wegen Mittäterschaft beim Betrug in Tateinheit mit Bestechung beziehungsweise Beihilfe dazu. Die Angeschuldigten bestreiten laut Staatsanwaltschaft die Vorwürfe. Die Anklage wurde zur Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Saarbrücken erhoben.

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