Nach Säure-Attacke in der Eifel: Amtsgericht Bitburg spricht Urteil

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Foto: dpa-Archiv

BITBURG. Wegen gefährlicher Körperverletzung und Nötigung hat das Bitburger Amtsgericht einen Mann heute zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann Ende Mai diesen Jahres eine junge Frau zunächst genötigt und dann mit einer säurehaltigen Flüssigkeit übergossen hatte. Er habe die Frau in Rommersheim zunächst mit dem Pkw verfolgt, den Pkw der Frau dann gestoppt, die Scheibe an der Fahrerseite mit einem Nothammer eingeschlagen und die Frau dann mit einer säurehaltigen Flüssigkeit, es handelte sich um ätzenden Rohrreiniger, übergossen.

Zusätzlich wurde die Frau noch übel beschimpft und beleidigt. Zusätzlich zur Bewährungsstrafe muss der Mann dem Opfer ein Schmerzensgeld von 2500 Euro zahlen. Die Frau erlitt bei dem Säureangriff schwere Verletzungen mit Verätzungen ersten und zweiten Grades und ist immer noch krank geschrieben.

5 KOMMENTARE

  1. Bitte ein Bit (Nicht falsch verstehen den Kommentar, mangels Informationen über die Herkunft des Täters kann ich leider nicht mehr dazu sagen).

    • Nicht falsch verstehen, aber wenn man nichts zu sagen hat, sollte man einfach den Mund halten. Aber das ist gegen ihre persönliche Art, oder?

  2. 2500 € ? jaja , ein Mensch wird immer weniger wert . Man siehts ja schon bei Mord , Totschalg etc ……
    aber wenns mal um die Steuer geht dann greift die Härte des Gesetzes ohne wenn und aber

  3. In welcher Welt leben wir?
    Der Täter hat das Opfer gezielt verfolgt und einen geplanten Angriff auf die Gesundheit oder evt.schlimmeres, konsequent durchgeführt.
    Solche Leute, die eine Gefährdung für die Gesellschaft sind, kommen mit Bewährung davon?
    Das kann nicht sein.
    Direkt in Revision gehen!

  4. Eine absolut lächerliche Strafe, die sogar noch „Im Namen des Volkes“ gesprochen wurde. Das Leid der Frau, die Schwere der Verletzungen, die planvolle Durchführung der Tat – das alles mit zwei Jahren auf Bewährung zu ahnden, spricht dafür, dass das Gericht ebensowenig Interesse am Recht auf körperliche Unversehrtheit hat, wie der Täter. Einfach verkommen.

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