Der Duft des neuen österlichen Lebens – Bischof Ackermann feiert die Chrisammesse

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In einer feierlichen Messe wurden die heiligen Öle von Bischof Dr. Stephan Ackermann geweiht.

Trier. Die Chrisammesse ist ein Zeichen für die Großzügigkeit Gottes: „Gott knausert nicht, er gibt im Überfluss.“ Das hat Bischof Dr. Stephan Ackermann bei der Chrisammesse am 1. April im Trierer Dom betont. Bei der Eucharistiefeier wurden die heiligen Öle – Chrisam, Katechumenen- und Krankenöl – geweiht, die für die Spendung der Sakramente wie Taufe, Firmung, Krankensalbung oder Priesterweihe benötigt werden. Bei dem Gottesdienst, den der Mädchenchor am Trierer Dom musikalisch gestaltete, erneuerten die anwesenden Priester ihr Weiheversprechen.

Ackermann sagte, er freue sich jedes Jahr besonders auf diesen Gottesdienst, weil „wir dort in besonderer Weise als Bistum gemeinsam vertreten sind“. Mit den Dechanten, den pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den Vertretern aus den Pfarreien, den gut 100 Messdienerinnen und Messdienern, Diakonen, Weihbischöfen und dem Domkapitel „bilden wir den Leib Christi im Bistum Trier heute Morgen anschaulich ab“. Zudem habe diese Feier schon eine österliche Atmosphäre: „Die Öle haben nicht den modrigen Geruch des Todes, sondern den Duft des neuen österlichen Lebens“, betonte der Bischof. Die Öle symbolisierten die Vorfreude auf die Gemeinschaft mit Jesus.


Mit dieser „freudigen Festlichkeit“ stehe der Gottesdienst in „wohltuendem Kontrast“ zu der resignativen Grundstimmung, die teilweise in Pfarreien oder Verbänden um sich zu greifen drohe, sagte Ackermann. Resignation werde im allgemeinen Sprachgebrauch verwendet für eine Niedergeschlagenheit oder Enttäuschung, für ein „Sich-mit-etwas-abfinden“, erläuterte der Bischof. Resignieren, das bedeute jedoch der Herkunft des lateinischen Wortes nach „die Siegel zurückgeben“ – also den Auftrag und die Vollmachten, die jemandem übertragen wurden, zurückgeben. Wenn daher im Raum der Kirche von Resignation die Rede sei, müsse das nachdenklich stimmen: „Wir sind doch überzeugt, dass wir ein Siegel empfangen haben, das Siegel des Glaubens, durch den Heiligen Geist.“ Deshalb sei es nicht harmlos, von Resignation in der Kirche zu sprechen, warnte Bischof Ackermann. Denn diese Resignation heiße, „Gott selbst nicht zuzutrauen, dass er seine Kraft in mir entfaltet“. Eine solche Art von „Rückgabe des Glaubens aus Enttäuschung“ wäre verheerend: „Das dürfen wir nicht zulassen!“

Deshalb, so ermutigte Ackermann die Gläubigen, solle man die Chrisammesse als Feier der „Re-Signation“ verstehen, als Zeichen, dass Christen sich neu bekräftigen lassen mit der Kraft des Glaubens, als „Feier der Neubezeichnung“: „Ja, Herr, bestärke das Siegel des Glaubens, dass du uns eingeprägt hast!“ Bischof Ackermann bat, die in diesem Jahr zu Ende gehende Bistumssynode im Gebet mitzutragen, damit auch die Synode ein Zeichen gegen die Resignation werde und zu einem echten Impuls, „dass wir uns neu besiegeln lassen mit den Anliegen, die wir als Christinnen und Christen haben“.

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