„Sporthallen müssen Chefsache werden“ – Forderungen an den neuen OB

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Bildquelle: Stadt Trier

TRIER. Wolfram Leibe, der neue Oberbürgermeister der Stadt Trier, ist noch nicht im Amt, da werden schon mit Nachdruck die ersten Forderungen an ihn gestellt. „Der neue Oberbürgermeister muss die Trierer Sportstättensituation umgehend nach seinem Amtsantritt zur Chefsache machen.“ Dies fordert der stellvertretende Sportkreisvorsitzende des Sportkreises Trier-Saarburg, Michael Maxheim.

Nach Auffassung von Maxheim, der auch Vizepräsident des Sportbundes Rheinland ist, spitzt sich die Lage für die Sportvereine der Stadt dramatisch zu. „30 Prozent der Hallenkapazitäten sind für die Vereine nicht mehr verfügbar“, bilanziert Maxheim. Mittlerweile seien auch Freiluftsportarten betroffen. So musste am vergangenen Wochenende das Fußballspiel der Kreisliga B zwischen TuS Euren und dem SV Udelfangen abgesagt werden. Der Grund: Für die Fußballer bestanden weder Umkleide- noch Duschmöglichkeiten. „Dies ist mehr als ärgerlich, zumal ich bereits im Januar die zuständige Sportdezernentin Angelika Birk darauf hingewiesen habe, dass die Fußballer die Hallen in Trier West und Trier Feyen für diese Zwecke nutzen. Auf meine Bitte, entsprechende Ausweichmöglichkeiten anzubieten, wurde seitens des stellvertretenden Leiter des Sportamtes, Matthias Ulbricht, telefonisch eine zeitnahe Lösung zugesagt“, zeigt sich Maxheim verärgert.


Runder Tisch soll Defizite beseitigen

Der Trierer kritisiert zudem das Krisenmanagement innerhalb der Verwaltung. Mit dem Schul- und Sportamt, dem Amt für Gebäudewirtschaft und dem Bauamt seien drei Ämter mit der „Trierer Sportstättenmisere“ betraut. „Die Vereine wollen wissen, wann die Nutzung der geschlossenen Hallen wieder möglich ist, um den Trainings- und Wettkampfbetrieb wie gewohnt durchführen zu können.“ Auch vor diesem Hintergrund fordert Maxheim einen „runden Tisch“, bei dem die Vertreter des Sportes angemessen vertreten sind. „Dies würde auch die Kommunikation nach außen wesentlich erleichtern, Informationsdefizite beseitigen und bestehende Vorurteile aus dem Weg räumen“, zeigt sich Maxheim sicher.

Situation mit einfachen Mitteln entschärfen

Der stellvertretende Sportkreisvorsitzende appelliert zudem an die Verwaltung, verstärkt auch den Sachverstand aus den eigenen Reihen zu nutzen. Es werden immer nur externe Gutachten zu Rate gezogen. Mein Eindruck ist, dass deren Empfehlungen oftmals ohne Hinterfragung und Kontrollen einfach nur hingenommen werden“. Michael Maxheim ist überzeugt, dass mit einfachen Mitteln, die ein oder andere Situation in der Trierer Sporthallenlandschaft schnell entschärft werden könnte.“

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9 KOMMENTARE

  1. Mich dünkt es schon mal vernommen zu haben, das „CHEFSACHE“, hoffentlich nicht
    neuer Wein in alten Schläuchen,zumal die gleiche „WINZERVEREINIGUNG“!

  2. Das Geld liegt auf der Straße, war schon immer ein Spruch voller Wahrheit.
    Aber in Trier hebt es ja keiner auf. Vorhin am Stockplatz vorbeigekommen, steht wieder alles voll mit Falschparkern, minimum 500 Euro Umsatz in wenigen Minuten und in diesem Moment. Was hätte man jedes Jahr Millionen um Millionen um solche Sachen auf Vorderman zu bringen, aber nein, man weigert sich ja in dieser Stadt beharlich diese Einnahmequelle wahr zu nehmen. Traurig, traurig aber wahr.

  3. wie, nur Stockplatz ? Geh mal Sonntags durch die Fußgängerzone: in der Neustraße, Palaststraße, Fahrstraße, Glockenstraße und selbst auf dem Hauptmarkt wird geparkt. Nicht zu vergessen Domfreihof.
    Aber dann Knöllchen schreiben, wenn die Parkuhr seit ein paar Minuten abgelaufen ist.

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