Richtfest für neue Hauptfeuerwache Trier: 140-Millionen-Euro-Projekt wächst in die Höhe

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Großer Richtkranz für ein großes Gebäude: Ministerpräsident Gordon Schnieder (4. v. r.), OB Wolfram Leibe (5. v. r.), Landrätin Julia Gieseking (Vulkaneifel), ihre Amtskollegen Stefan Metzdorf (Trier-Saarburg), Andreas Hackethal (Bernkastel-Wittlich), Andreas Kruppert (Bitburg-Prüm) und Miroslaw Kowalski (Birkenfeld) sowie weitere Projektbeteiligte freuen sich über den Baufortschritt.

TRIER. Großer Meilenstein an der Südallee: Die neue Hauptfeuerwache mit Rettungswache und Integrierter Leitstelle nimmt sichtbar Gestalt an. Beim Richtfest wurde nicht nur der Baufortschritt gefeiert – Ministerpräsident Gordon Schnieder brachte auch Förderbescheide über insgesamt 18 Millionen Euro mit nach Trier.

Richtfest an der Südallee: Trier feiert neue Hauptfeuerwache

Feiertag auf der Großbaustelle an der Südallee: Der Komplex der neuen Hauptfeuerwache Trier mit Rettungswache und Integrierter Leitstelle ist in den vergangenen Monaten deutlich in die Höhe gewachsen. Zum Abschluss des Rohbaus hatte die Projektleitung um Andreas Kirchartz von der Feuerwehr Trier, Martina Piry vom Hochbauamt der Stadt Trier und Andreas Kardelky von den Stadtwerken Trier zahlreiche Gäste zum Richtfest eingeladen.

Gefiert wurde in der künftigen Fahrzeughalle. Weithin sichtbares Zeichen war der Richtbaum auf dem Baugerüst.

Polier Marc Hoffmann von der mit dem Hochbau beauftragten Züblin AG wurde mit einer Drehleiter der Feuerwehr nach oben befördert und verlas den Richtspruch: „Ein Haus für Einsatz, Mut und Verstand. Für Menschen, die helfen, Hand in Hand.“

Schnieder bei erstem offiziellen Trier-Besuch als Ministerpräsident

Für Ministerpräsident Gordon Schnieder war das Richtfest kurz nach seiner Wahl im rheinland-pfälzischen Landtag der Anlass für seinen ersten offiziellen Besuch in Trier.

In seiner Ansprache betonte Schnieder die Bedeutung des Neubaus: „Das heutige Fest ist weit mehr als ein baulicher Meilenstein. Es ist ein sichtbares Zeichen, dass wir in die Sicherheit und in die Menschen, die sich für sie einsetzen, investieren.“

Die Blaulichtfamilie brauche moderne Technik und optimale Einsatzbedingungen, um ihre anspruchsvollen Aufgaben erfüllen zu können.

18 Millionen Euro Förderung für Feuerwache und Leitstelle

Schnieder brachte auch konkrete Unterstützung mit: Für den weiteren Baufortschritt überreichte er Förderbewilligungen über 15 Millionen Euro für die Feuerwache sowie weitere drei Millionen Euro für die Integrierte Leitstelle.

Die Gesamtinvestition für den dreistöckigen und zweigeteilten Bau liegt bei rund 140 Millionen Euro. Die Grundfläche beträgt knapp 27.000 Quadratmeter.

Getragen wird das Projekt von der Stadt Trier, dem Land Rheinland-Pfalz sowie den Landkreisen Trier-Saarburg, Bitburg-Prüm, Bernkastel-Wittlich, Vulkaneifel und Birkenfeld.

Leibe: Eröffnung im Herbst 2027 weiter im Blick

Oberbürgermeister Wolfram Leibe hob hervor, dass der bisherige Baufortschritt Mut mache. Alles deute derzeit darauf hin, dass der geplante Eröffnungstermin im Herbst 2027 eingehalten werden könne.

„Der bisherige Baufortschritt hat gezeigt, dass das Projektmanagement, das wir aufgesetzt haben, gut funktioniert“, sagte Leibe. Ganz bewusst habe man die Feuerwehr stark eingebunden, weil sie genau wisse, welche Anforderungen der Bau erfüllen müsse.

Polier Marc Hoffmann verliest in luftiger Höhe den Richtspruch.

Leibe bezeichnete das Projekt zugleich als Paradebeispiel für eine gelungene Zusammenarbeit der Stadt mit den Landkreisen.

„Sicherheit hört nicht an Kreisgrenzen auf“

Auch Stefan Metzdorf, Landrat des Kreises Trier-Saarburg, unterstrich die regionale Bedeutung des Neubaus.

„Sicherheit hört nicht an den Kreisgrenzen auf. Dieses Gebäude ist ein Versprechen an die Bevölkerung der gesamten Region, dass schnelle, professionelle und verlässliche Hilfe da ist, wenn es darauf ankommt“, sagte Metzdorf.

Was in der neuen Hauptfeuerwache entsteht

Geplant wurde der Komplex vom Büro Wulf Architekten aus Stuttgart. Er besteht aus zwei Teilgebäuden mit drei Funktionsbereichen.

Im größeren Bau entstehen die neue Hauptfeuerwache und die Rettungswache für die Berufsfeuerwehr. Sie ersetzt die in die Jahre gekommene Hauptfeuerwache am Barbara-Ufer und ist für rund 300 Mitarbeitende ausgelegt.

In der Fahrzeughalle finden die zehn Feuerwehr- und Rettungsdienstfahrzeuge Platz, die jeweils in Bereitschaft sind. Die Alarmausfahrt erfolgt auf die Südallee.

Neue Leitstelle für 614.000 Menschen

Im zweiten Teilgebäude entsteht die neue Integrierte Leitstelle in Verantwortung der Kreisverwaltung Trier-Saarburg. Dort werden künftig alle 112-Notrufe aus den beteiligten Kreisen und der Stadt Trier bearbeitet.

Die Leitstelle ist damit rund um die Uhr für die Sicherheit von 614.000 Menschen in einem Gebiet von rund 5700 Quadratkilometern zuständig.

Von dort können 677 Feuer- und 37 Rettungswachen, 175 Katastrophenschutzeinheiten sowie drei Hubschrauberstandorte alarmiert werden. Die 33 Disponentinnen und Disponenten in der Leitstelle stellen der Malteser Hilfsdienst, das Deutsche Rote Kreuz und die Berufsfeuerwehr Trier.

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