BLEIALF. Die Dachdecker-Innung Westeifel hat bei ihrer Mitgliederversammlung in Bleialf auf ein aktives Jahr zurückgeblickt und zugleich wichtige Themen für die Zukunft des Handwerks in den Mittelpunkt gerückt. Neben Nachwuchsförderung, Photovoltaik und Brandschutz stand auch eine besondere Ehrung auf dem Programm.
Innung trifft sich in Bleialf zur Mitgliederversammlung
Im Haus Zwicker in Bleialf kam Anfang März die Dachdecker-Innung Westeifel zu ihrer Mitgliederversammlung zusammen. Obermeister Markus Heupts zog dabei eine positive Bilanz für das Jahr 2025 und betonte vor allem den starken Zusammenhalt innerhalb der Innung sowie die enge Zusammenarbeit mit den Nachbarinnungen.
„Unser Handwerk steht für Qualität, Verlässlichkeit und Zukunft. Gleichzeitig profitieren unsere Betriebe vom engen Austausch untereinander und vom guten Miteinander der Innungen in der Region. Diese Gemeinschaft ist eine große Stärke unseres Handwerks“, sagte Heupts.
Zur gewachsenen Gemeinschaft gehören seit dem vergangenen Jahr auch zwei neue Mitglieder: Sven Müller aus Birgel und Daniel Ritter aus Oberweis.
Dachdecker-Innung setzt auf Gemeinschaft und Tradition
Mit Blick auf das laufende Jahr 2026 kündigte der Obermeister bereits kommende Termine an. Geplant sind unter anderem eine Innungsfahrt nach Köln sowie der traditionelle Familienwandertag. Dieser wird seit 2014 abwechselnd von den Nachbarinnungen Westeifel und Bernkastel-Wittlich organisiert und findet in diesem Jahr am 26. September statt.
Gerade solche gemeinsamen Veranstaltungen unterstreichen nach Darstellung der Innung den hohen Stellenwert von Austausch, Miteinander und regionaler Verbundenheit im Handwerk.
Photovoltaik, Brandschutz und Entsorgung: Das sind aktuelle Themen im Dachdeckerhandwerk
Landesinnungsmeister Johannes Lauer informierte die Mitglieder über aktuelle Entwicklungen im Landesinnungsverband des Dachdeckerhandwerks Rheinland-Pfalz. Im Fokus standen dabei mehrere Themen, die für die Betriebe im Alltag zunehmend an Bedeutung gewinnen.
So stellte Lauer den Kooperationsleitfaden für Photovoltaikanlagen vor, ebenso die neu überarbeitete Brandschutzbroschüre. Außerdem berichtete er über den Rahmenvertrag mit Remondis zur Entsorgung.
Damit wurden bei der Versammlung zentrale Fragen angesprochen, die das Dachdeckerhandwerk zwischen Energiewende, Sicherheit und praktischen Betriebsabläufen aktuell besonders beschäftigen.
Nachwuchsinitiative „Zukunft Dachdecker“ rückt junge Fachkräfte in den Mittelpunkt
Ein besonderer Schwerpunkt war die Initiative „Zukunft Dachdecker“. Dabei engagieren sich junge Dachdeckerinnen und Dachdecker, um bei Schulbesuchen und Ausbildungsmessen für den Beruf zu werben und den Nachwuchs für das Handwerk zu begeistern.
Neu dabei ist auch Maren May aus Hillesheim. Sie erhielt bei der Versammlung ihre Mitgliedsurkunde aus den Händen von Landesinnungsmeister Johannes Lauer und Obermeister Markus Heupts.
Die Initiative soll dazu beitragen, den Beruf des Dachdeckers sichtbarer zu machen und junge Menschen frühzeitig für eine Ausbildung im Handwerk zu gewinnen.
Sachverständiger spricht über Materialwahl auf Baustellen
Einen praxisnahen Impulsvortrag hielt Bernd Krinninger, Dachdecker- und Klempnermeister sowie öffentlich bestellter Sachverständiger der Handwerkskammer Koblenz. Thema war die Materialwahl auf Baustellen.
Dabei machte Krinninger deutlich, wie wichtig durchdachte Entscheidungen in der Praxis sind. Die richtige Auswahl von Materialien könne nicht nur Kosten sparen, sondern auch Ärger und Probleme auf Baustellen vermeiden.
Einladung nach Speyer – und Ehrung für 37-jährige Meisterwürde
Zu Gast bei der Versammlung war außerdem Mario Hölzig, Obermeister der Dachdecker-Innung Vorderpfalz. Er lud die Mitglieder zum Landesverbandstag im September nach Speyer in das Technikmuseum ein.
Ein besonders emotionaler Moment war zum Abschluss die Ehrung von Helmar Mauren. Obermeister Markus Heupts und Landesinnungsmeister Johannes Lauer gratulierten ihm zu seiner 37-jährigen Meisterwürde.
Damit setzte die Mitgliederversammlung nicht nur ein Zeichen für Zukunftsthemen im Dachdeckerhandwerk, sondern auch für die Wertschätzung langjähriger handwerklicher Leistung.


















