Super E10 und Diesel legen spürbar zu – Rohölpreis steigt zeitweise um mehr als zehn US-Dollar
Autofahrerinnen und Autofahrer in Deutschland mussten zum Jahresstart deutlich tiefer in die Tasche greifen. Eine aktuelle Auswertung des ADAC zeigt: Im Januar 2026 sind die Kraftstoffpreise im Vergleich zum Dezember stark gestiegen – bei Benzin wie auch bei Diesel.
Super E10 und Diesel mit deutlichen Aufschlägen
Im Monatsdurchschnitt kostete ein Liter Super E10 im Januar 1,739 Euro. Das entspricht einem Plus von 8,6 Centgegenüber dem Dezember.
Noch stärker fiel der Preisanstieg beim Diesel aus: Hier lag der Durchschnittspreis bei 1,692 Euro pro Liter – 9,4 Cent mehr als im Vormonat.
Auffällig: Trotz rund 20 Cent geringerer Energiesteuer auf Diesel betrug der Preisunterschied zu Super E10 zuletzt nur noch 4,7 Cent.
Rohöl als Preistreiber
Hauptursache für die gestiegenen Spritpreise waren laut ADAC die höheren Rohölnotierungen. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent kletterte innerhalb eines Monats von zeitweise unter 60 US-Dollar auf über 70 US-Dollar zum Monatsende.
Der im Vergleich zum US-Dollar stärkere Euro konnte die Auswirkungen zwar teilweise abfedern. Dennoch lagen die Kraftstoffpreise aus Sicht des ADAC – insbesondere rund um den Jahreswechsel – um einige Cent zu hoch, gemessen an den damaligen Rohölnotierungen.
Das waren die teuersten und günstigsten Tanktage
Auch innerhalb des Monats gab es spürbare Preisschwankungen:
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Super E10
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teuerster Tag: 15. Januar mit 1,749 Euro
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günstigster Tag: 1. Januar mit 1,709 Euro
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Diesel
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teuerster Tag: 31. Januar mit 1,718 Euro
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günstigster Tag: 1. Januar mit 1,658 Euro
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ADAC-Tipp: Abends tanken spart Geld
Wer beim Tanken sparen möchte, sollte nach Empfehlung des ADAC möglichst abends zur Zapfsäule fahren. Dann sind die Preise im Schnitt rund 13 Cent pro Liter günstiger als in den Morgenstunden.
Als Orientierungshilfe empfiehlt der Automobilclub die Spritpreis-App „ADAC Drive“, mit der sich die aktuellen Preise an mehr als 14.000 Tankstellen bundesweit vergleichen lassen.
Ausblick
Ob sich die Preise in den kommenden Wochen wieder entspannen, hängt vor allem von der Entwicklung der Rohölmärkte und dem Wechselkurs ab. Für Autofahrer bleibt der Preisvergleich vorerst das wichtigste Mittel, um die Kosten zu begrenzen. Oder in der Region Trier/Eifel gerne genutzt, das Tanken in Luxemburg.

















