TRIER/MÜNSTER. Gemeinsam mit rund 650 Vertreterinnen und Vertretern deutscher und ukrainischer Kommunen nahm eine Vertreterin der Stadt Trier an einer Partnerschaftskonferenz in Münster teil. Ziel war, sich auszutauschen, voneinander zu lernen und sich über Unterstützungsangebote zu informieren.
Seit Mai 2024 verbindet Trier mit dem schwer vom Krieg betroffenen Isjum in der Ostukraine eine kommunale Partnerschaft. Die Konferenz bot Gelegenheit, diese Verbindung weiter zu stärken und neue Impulse zu gewinnen. Oleksii Makeiev, ukrainischer Botschafter in Deutschland, betonte in seinem Grußwort: „Neben der dringend benötigten materiellen Unterstützung sind vor allem persönliche Gesten und die gelebte Solidarität der befreundeten deutschen Kommunen ein wichtiger Faktor für die Widerstandskraft der ukrainischen Bevölkerung.“
Die Konferenz in Münster hat nach Einschätzung der Stadtverwaltung verdeutlicht, wie Vereine, Hilfsinitiativen und lokale Unternehmen zum Gelingen und zur Lebendigkeit von Städtepartnerschaften beitragen. Sie leben vom fortlaufenden Dialog auf allen Ebenen, nicht nur zwischen den Verwaltungen, sondern vor allem vom engagierten Mitwirken von Bürgerinnen und Bürgern. In herausfordernden Zeiten könnten so Brücken der Solidarität gebaut und der europäische Zusammenhalt gestärkt werden.
Die Veranstaltung in Münster bot für die Stadtverwaltung Trier zudem die Möglichkeit, sich mit Volodymyr Matsokin, stellvertretender Bürgermeister von Isjum, über die aktuelle Lage und die Herausforderungen vor Ort auszutauschen. Die Teilnahme an der Konferenz war ein klares Signal, dass Trier an der Seite von Isjum steht und die Partnerschaft weiter mit Leben füllen will. Bereits im ersten Jahr konnten erste wichtige Schritte gegangen werden: Im Mai 2024 besuchte eine Delegation aus Isjum die Stadt an der Mosel zur Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrags. Außerdem begleitete die Stadt Trier zu Beginn dieser Sommerferien schon zum zweiten Mal nach 2024 für Jugendliche aus Isjum eine Ferienfreizeit, die maßgeblich vom Jugendhaus des Bistums Trier unter Beteiligung mehrerer deutsch-ukrainischer Vereine aus Trier realisiert wurde. (Quelle: Stadt Trier)















