TRIER/KONZ. Schülerinnen und Schüler aus Biologie-Leistungskursen des Gymnasiums Konz (Stufe 13: Yasmin Bouzahri, Anisa Destani, Jannis Grießhaber), des Bischöflichen Angela-Merici-Gymnasiums Trier (AMG, Stufe 12: Ranja Aoun, Dominique Dorn, Veronika Welke) sowie des Max-Planck-Gymnasiums Trier (MPG, Stufe 12: Gregor Babel) haben sich in Kooperation mit der Universität Trier das Ziel gesetzt, die Ruwer im Nahbereich ihrer Mündung in die Mosel auf das Vorkommen verschiedener Knochenfischarten zu untersuchen.
Dabei kam ein modernes molekularbiologisches Verfahren der Biodiversitätsforschung zum Einsatz: das eDNA-Metabarcoding. Im Verlauf dieses Verfahrens wird nicht-invasiv gearbeitet – also ohne Beeinträchtigung von Organismen, da lediglich Wasserproben entnommen werden. Daraufhin wird die in den Wasserproben enthaltene Umwelt-DNA (environmental DNA, eDNA) extrahiert, in mehreren Zwischenschritten vervielfältigt und gereinigt, bevor sie abschließend ausgelesen und mittels Datenbankabgleich einer Art zugeordnet wird.
Angeleitet wurden die Schülerinnen und Schüler von Jürgen Kopp, der dieses dreitägige Schulprojekt an der Universität Trier entwickelt und als neues Angebot im Lehr Lern-Labor (BioGeoLab) implementiert hat. Unterstützt wurde er im Verlauf der Ruwer-Analyse von den Lehrern Mark Greweldinger (AMG) und Guido Börner (MPG), die auf Grundlage der Untersuchungsergebnisse derzeit Facharbeiten zu gefährdeten (z. B. Europäischer Aal) und invasiven (z. B. Schwarzmundgrundel) Knochenfischarten betreuen.
Im Zuge des Praktikums wurde eine Übersicht über die am Probenentnahmestandort nachweisbare Artenvielfalt der Knochenfische erstellt. Diese wird Interessierten auf Anfrage gerne von Herrn Kopp zur Verfügung gestellt ([email protected]). (Quelle: J. Kopp / S. Steinbach / Gymnasium Konz / Universität Trier)















