TRIER. Beim ersten Blind-Cooking-Event im Interkulturellen Vielfaltsgarten kochten Menschen mit und ohne Sehbehinderung zusammen in der Kleingartenanlage Tempelbezirk Trier. Am 15. Juni 2025 fand diese ganz besondere Mitmachaktion im Vielfaltsgarten statt.
Beim integrativen-intercontinentalen Blind-Cooking Event kamen 35 Menschen zur einer gemeinsamen Kochaktion im Tempelbezirk zusammen. Ziel der Aktion war es, Barrieren jeglicher Art abzubauen, Sehende für die Lebensrealität sehbehinderter und blinder Menschen zu sensibilisieren sowie die Integration und Inklusion von Menschen mit Migrationshintergrund in unsere Gesellschaft zu fördern.
Teilgenommen haben Menschen aus Deutschland, Burkina-Faso, Russland, Elfenbeinküste, Togo, Ghana, Kenia und Iran. Beim „Blind Cooking“ konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am eigenen Leib erfahren, wie es ist, blind zu kochen.
Der Nachmittag stand ganz im Zeichen der Kreativität.
Die „Lebensmittelrettergruppe Tempelbezirk Trier“ sowie Trierer Foodsaver/ -innen, die sich beide aktiv gegen die Verschwendung von Lebensmitteln einsetzen, haben saisonales Obst, Gemüse und ein paar Exoten gerettet. Gekocht wurden dann einzigartige Menüs mit Kräutern aus dem Tempelbezirk.
So wie im richtigen Leben wird ohne Rezept gekocht mit dem, was da ist, und mit Menschen, mit denen man zum ersten Mal zusammentrifft. Blind Cooking ist etwas für abenteuerlustige, experimentierfreudige Foodies und Menschen, die gerne mit neuen Leuten neue Gerichte ausprobieren sowie neue Gaumenfreuden kreieren.
Die Veranstaltung wurde zusammen mit der Fachberaterin Anna Bignamou im KGV Tempelbezirk Trier, der „Lebensmittelrettergruppe Tempelbezirk Trier“, mit der Tonpost, foodsharing.de Trier, Inklusion erleben, Bistum Trier sowie dem Stadtverband Trier der Kleingärtner e. V. organisiert.
Die Organisatoren möchten Bewusstsein für eine Natur und Umwelt achtende, gesundheitlich und gesellschaftlich faire Gewinnung von Lebensmitteln und Gebrauchsgut des täglichen Lebens schaffen. Hier trifft Bildung auf nachhaltige Entwicklung, die sich in den vielfältigen monatlichen Workshops zu diversen Themen widerspiegelt.
Das Engagement der Kleingartenanlage hat bereits in vielen nachhaltigen Projekten Früchte getragen. Kleingartenvereine spielen eine wichtige Rolle in der Förderung von Nachhaltigkeit und ökologischer Vielfalt. Der Anbau von eigenem Obst und Gemüse fördert einen nachhaltigen Lebensstil. (Quelle: Anna Bignamou)















