A1 in der Eifel: Bundesverkehrsminister und IHKs fordern Tempo – „Lückenschluss statt Sackgasse!“

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Vertreter der IHK sowie Politik und Kommunen stehen vor einem Banner welches den Lückenschluss der Autobahn 1 in der Eifel fordert.
Gemeinsam für den A1-Lückenschluss: Bei der Aktion der Industrie- und Handelskammern am bisherigen Ausbau-Ende in Dreis-Brück zeigen auch Vertreterinnen und Vertreter von Unternehmen und Kommunen Flagge. Foto: IHK Trier - Marcus Hormes

TRIER. Die IHKs Trier, Koblenz und Aachen haben mit ihrer Aktion „A1-Lückenschluss statt Sackgasse!“ ein starkes Signal gesetzt. Entlang des rund 25 km langen Teils der A1-Autobahn in der Eifel, der bislang fehlt, besteht jetzt mehr Rückenwind denn je.

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) brachte seine Unterstützung klar auf den Punkt:

„Das Projekt bringt Vorteile für Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Tourismus und die Umwelt. … Wenn das Gericht das Baurecht bestätigt, müssen zeitnah die weiteren Schritte vorbereitet werden. … Als Bundesverkehrsminister setze ich mich weiterhin dafür ein, dass die Lücke der A1 Schritt für Schritt geschlossen wird – so schnell wie möglich.“

Warum der Anschluss so wichtig ist

  • Wirtschaftlicher Engpass: Thomas Stiren (IHK Trier) bezeichnet das fehlende Teilstück als „Bremsklotz“, der Pendlern, Firmen und dem Tourismus schadet.

  • Zahlen, die überzeugen:

  • Europäische Verkehrsader: Die A1 ist Teil der wichtigen Nord-Süd-Verbindung. In der Eifel entsteht ein Nadelöhr, das dringend geschlossen werden muss

Aktueller Stand & offene Hürden

  • Vier Gemeinden zogen ihre Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss zurück – ein klares Zeichen für Fortschritt.

  • Die Umweltklage des BUND läuft noch, die Entscheidung ist für den 5. November 2025 angesetzt – und wird vermutlich vom EuGH beeinflusst.

  • Die Eifel-Lücke wird zu rund 500 Millionen Euro Baukosten geführt. Die Fläche teilt sich: etwa 10 km in Rheinland-Pfalz, der Rest in NRW. Erste Planungen reichen bis 2034

Stimmen aus der Region

  • Jennifer Schöpf-Holweck (IHK Trier):

    „Damit diese Vorteile genutzt werden können, muss mit Tempo Baurecht geschaffen und die Finanzierung frühzeitig sichergestellt werden.“

  • Andrea Stenz (IHK Koblenz):

    „Der A1-Lückenschluss ist entscheidend, um sowohl die Ansiedlung neuer Unternehmen zu fördern als auch bestehenden Unternehmen bessere Standortbedingungen zu bieten.“

  • Michael F. Bayer (IHK Aachen):
    Betonung der regionalen Bedeutung – der Lückenschluss stärkt den gesamten Wirtschaftsstandort.

Praxisbeispiel aus Dreis‑Brück

Hans Ludwig, Spediteur:

„Etwa 70 % unserer Lieferungen gehen nach NRW, was für unsere Fahrer … regelmäßig 30 Minuten mehr Fahrtzeit bedeutet. … mehr Spritverbrauch, mehr CO₂ und Gefährdung der Fußgänger.“

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