„Fast so gut wie das Original“: Trierer Schülerinnen lernen an Faksimiles

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Foto: Christoph Berger / Bischöfliches Angela-Merici-Gymnasium Trier

TRIER. Die Schülerinnen zweier Grundkurse des Faches Katholische Religion in der MSS 12 des Bischöflichen Angela-Merici-Gymnasiums hatten im Rahmen des behandelten Themas „Jesus Christus in Kunst und Literatur“ die seltene Gelegenheit, in die Nachbildung mittelalterlicher Handschriften hineinblicken zu können.

Ermöglicht wurde dies durch die Bibliothek des Bischöflichen Priesterseminars, die in ihrem Bestand über eine ganze Reihe solcher so genannten Faksimiles (lat: fac simile = „Mach´ es ähnlich“) verfügt.

Unter der fachkundigen Anleitung von Diplombibliothekar Florian Zenner und unter Einhaltung der notwendigen Vorsichtsmaßnahmen – Gummihandschuhe waren Pflicht – untersuchten die Schülerinnen die Gestaltung von Szenen aus dem Leben Jesu in berühmten Codices aus dem 11. und 12. Jahrhundert. Hierzu zählten der Trierer Egbert-Codex, das Goldene Evangeliar von Echternach, das Perikopenbuch von St. Peter, der Hitda-Codex sowie das Evangeliar Ottos III.

Sie gewährten einen faszinierenden Einblick in die Arbeitsweise und die Gestaltungsmöglichkeiten der mittelalterlichen Buchmalerei und ließen auch erkennen, dass sich dahinter nicht nur sehr viel Kunstfertigkeit, sondern auch ein hohes Maß an theologischer Interpretation verbirgt.

Das Gymnasium bedankt sich bei Herrn Zenner sowie dem Leiter der Bibliothek, Herrn Dr. Hans-Joachim Cristea, für diese einprägsame Religionsstunde am anderen Ort. (Quelle: Christoph Berger / Bischöfliches Angela-Merici-Gymnasium Trier)

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