Kaufhof-Beben: Was läuft mit Galeria Kaufhof und IKEA – Standort Trier vor dem Aus?

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Das ehemalige "Karstadt-Gebäude" in der Trierer Simeonstraße: Foto: dpa (Harald Tittel)

Im Januar hat Galeria Karstadt Kaufhof bereits zum dritten Mal Insolvenz angemeldet. Jetzt soll die Kaufhauskette, die zum Benko-Imperium gehört, von einem Konsortium aus NRDC und der BB Kapital AG des deutschen Unternehmers Bernd Beetz übernommen werden. Auch der Standort Trier findet in dem Bericht Erwähnung.

Exklusive Einblicke in Dokumente, die Focus Online vorliegen, sollen zeigen, dass im Rahmen dieser Übernahme Pläne existieren, Filialen in Mega-Malls umzugestalten. Es wird angestrebt, die Geschäfte in offene Planungsbüros und eine Art „kleine Markthalle“ zu verwandeln. Laut Berichten der Bild strebt der schwedische Möbelriese Ikea eine Partnerschaft mit diesem Konsortium an.

Die Kooperation zwischen Galeria Karstadt Kaufhof und Ikea werde laut Focus derzeit noch geheim gehalten. Das Ziel dieser Partnerschaft sei, eine größere Präsenz in deutschen Innenstädten zu erreichen. Ikea-Deutschlandchef Walter Kadnar betonte die Erfolge ihrer bisherigen Tests mit kleineren Formaten und das Bestreben, solche Planungsstudios deutschlandweit anzubieten. Kunden sollen in Zukunft auch Möbel bestellen können, die dann entweder an Pick-Up-Points, direkt zum Kunden nach Hause oder zu den Ikea-Einrichtungshäusern geliefert werden. Insiderberichten des Mediums zufolge ist auch eine Baumarktkette an den Gesprächen beteiligt, um als Untermieter aufzutreten und am Umbau mitzuwirken.

Das Management von Galeria Karstadt Kaufhof plane demnach, das Kerngeschäft wie Mode und Schuhe beizubehalten. Es werde angestrebt, verschiedene Geschäfte und Marken miteinander zu verschmelzen. Berichten zufolge soll noch in diesem Jahr die erste Testfiliale des neuen Kaufhauses in einer deutschen Großstadt eröffnet werden. Das Konzept orientiere sich an Modellen aus den USA, bei denen Kunden auch gezielt Beratungstermine vereinbaren können. Darüber hinaus sollen Friseure, Nagelstudios, Gastronomie und Packstationen integriert werden.

Die finanziellen Mittel für diesen Umbau seien vorhanden, da die Kosten durch das Insolvenzverfahren gesunken sind. Die Agentur für Arbeit übernahm die Gehälter der 12.500 Mitarbeiter für drei Monate im Wert von 100 Millionen Euro. Zudem entfiel die Umsatzsteuer für lukrative Weihnachts- und Ostergeschäfte, und die Mietbelastung sank auf etwa 50 Millionen Euro.

Es wird erwartet, dass zehn bis 20 Filialen geschlossen werden. Der genaue Kaufpreis ist nicht bekannt, jedoch ist geplant, 70 Filialen zu erhalten. Laut dem Insolvenzverwalter Stefan Denkhaus wurde bereits eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Einige Filialen sollen laut dem Bericht jedoch nicht übernommen werden. Insidern zufolge könnten Standorte in Aachen, Freiburg, Hannover, Mannheim, Münster, Stuttgart, Trier, Ulm und Würzburg betroffen sein, wie aus einem Bericht von FOCUS Online hervorgeht.

(Quelle: Focus Online)

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