KOBLENZ. Der 2. Strafsenat – Staatsschutzsenat – des Oberlandesgerichts Koblenz hat mit Beschluss vom 19. März 2024 die Anklage der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz vom 29. Januar 2024 gegen die 33-jährige Heidi O. wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung und der Beihilfe zur Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens gegen den Bundugelassen und das Hauptverfahren eröffnet.
Gleiches gilt für die Anklage vom 21. Februar 2024 gegen den 52-jährigen Robert P. wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens gegen den Bund.
Konkret soll der 52-jährige Angeklagte aus dem Landkreis Trier-Saarburg in dem dort genannten Zusammenhang der Gruppierung „Vereinte Patrioten“ beigetreten und mit dem Auskundschaften von Hochspannungsleitungen befasst gewesen sein (lokalo.de berichtete). Die 33 Jahre alte Heidi O. aus dem Landkreis Bad Dürkheim, Tochter des in einem weiteren Verfahren Angeklagten Thomas O., soll die ihr durch ihren Vater bekannten Pläne der Vereinigung gebilligt und gefördert haben. Ihr wird zur Last gelegt, mehrere Chatgruppen administriert zu haben, die neben der Anwerbung weiterer Unterstützer auch der Kommunikation von Tatbeteiligten untereinander dienten. Ferner soll sie einem gesondert verfolgten Mitglied der Gruppierung ihren PKW sowie ein in dessen Auftrag von ihr erstelltes Dokument mit Anleitungen zur Herstellung u.a. von Sprengstoffen zur Verfügung gestellt haben.
Der Staatsschutzsenat beabsichtigt, die Hauptverhandlung am Donnerstag, dem 18. April 2024, 9.30 Uhr, zu beginnen (Saal 10, Dienstgebäude II des Oberlandesgerichts Koblenz).
Die Gruppe namens „Vereinte Patrioten“ soll einen großflächigen Stromausfall, die Entführung von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD), einen politischen Umsturz und eine neue Verfassung nach dem Vorbild des Deutschen Kaiserreichs von 1871 geplant haben.
(Quellen: Oberlandesgericht Koblenz, dpa)
















