Einbruch in Trier löst wilde Verfolgungsjagd aus – Crash mit sechs Verletzten im Saarland

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Foto. Marijan Murat/dpa/Symbolbild

Losheim am See / Trier / Saarland – Dramatische Szenen am Freitagabend (13. Februar 2025): Nach einem mutmaßlichen Einbruchsversuch in Trier lieferten sich Tatverdächtige eine gefährliche Flucht über die B268 – die in einem schweren Unfall bei Losheim am See endete. Sechs Menschen wurden verletzt, darunter zwei Polizeibeamte.

Nach Angaben der Polizei kam es gegen 21:30 Uhr im Bereich Trier zu einem versuchten Einbruch in ein Wohnhaus. Die Tatverdächtigen flüchteten mit einem dunklen Pkw in Richtung Saarland. Einsatzkräfte der rheinland-pfälzischen Polizei nahmen die Verfolgung auf.

Mit Vollgas Richtung Landesgrenze

Der Fahrer ignorierte sämtliche Anhaltesignale und raste mit hoher Geschwindigkeit über die B268. Auch saarländische Polizeikräfte wurden alarmiert.

In Höhe des Losheimer Stausees verlor der Fahrer beim Abbiegen auf die L158 offenbar aufgrund überhöhter Geschwindigkeit die Kontrolle über das Fahrzeug. Der Wagen prallte gegen mehrere Schutzplanken und schließlich gegen einen Baum.

Der nachfolgende Streifenwagen konnte zwar zunächst ausweichen, verunfallte jedoch ebenfalls im Bereich der Einmündung.

Flucht zu Fuß – Festnahme nach kurzer Fahndung

Trotz des schweren Crashs versuchten alle vier Insassen des flüchtenden Fahrzeugs zu Fuß zu entkommen. Drei Tatverdächtige wurden noch direkt durch die eingesetzten Beamten gestellt und festgenommen. Der vierte konnte wenig später im Rahmen der Fahndung durch Kräfte der saarländischen Verkehrspolizei aufgegriffen werden.

Alle vier Personen wurden bei dem Unfall verletzt, zwei von ihnen schwer. Sie wurden unter Polizeibegleitung in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Auch die beiden eingesetzten Beamten der rheinland-pfälzischen Polizei wurden leicht verletzt, konnten das Krankenhaus jedoch nach ambulanter Behandlung wieder verlassen.

Totalschaden – Gutachter eingeschaltet

Sowohl der flüchtende Pkw als auch der Streifenwagen erlitten Totalschaden. Beide Fahrzeuge wurden abgeschleppt. Ein Verkehrsunfallgutachter wurde in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Saarbrücken hinzugezogen.

Beim mutmaßlichen Unfallverursacher besteht zudem der Verdacht, dass er unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Eine Blutprobe wurde entnommen.

Ermittlungen laufen

Die Ermittlungen zum ursprünglichen Einbruchsversuch, zur anschließenden Flucht sowie zur Identität der vier Tatverdächtigen dauern an. Mehrere Strafverfahren wurden eingeleitet. Weitere Details können laut Polizei derzeit aus ermittlungstaktischen Gründen nicht veröffentlicht werden.

Zeugen, die Hinweise zu den geflüchteten Personen oder dem Fahrverhalten geben können, werden gebeten, sich an den Kriminaldauerdienst Saarbrücken (0681/962-2133) oder die PI Nordsaarland (06871/9001-0) zu wenden. Hinweise sind auch über die Onlinewache möglich.

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