Sperrung der Grenzbrücke: Viel Frust, Chaos und lange Rückstaus – Wie soll das weitergehen?

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Autofahrer müssen mehr Zeit einplanen; Foto: privat

WELLEN. Nach der einseitigen Sperrung der Grenzbrücke zwischen Wincheringen und dem luxemburgischen Wormeldingen/Wormeldange über die Mosel, kam es am heutigen Donnerstagmorgen zum befürchteten langen Stau und Verkehrschaos! Zahlreiche Autofahrer aber auch Schulbusse mit Kindern hatten mit erheblichen Behinderungen zu kämpfen und werden dies wohl auch weiter müssen, denn die Sperrung soll bis Ende November anhalten.

Die Moselbrücke, die die Ortschaften Wincheringen und Wormeldingen verbindet, ist seit dem gestrigen Mittwoch, 1. März, wegen Sanierungsarbeiten nur noch in Richtung Deutschland befahrbar. Hatte es nach dem ersten Tag der Sperrung noch vergleichsweise „ruhig“ ausgesehen, war am heutigen Donnerstag das Verkehrschaos perfekt.

Pendler, die die Brücke benutzen, müssen sich also in eine Richtung für eine Alternative entscheiden. Dazu wurde eine Umleitung eingerichtet, die die Verkehrsteilnehmer in Fahrtrichtung Luxemburg über die Brücke von Wellen nach Grevenmacher führt. Das Ergebnis: Lange Staus, großes Verkehrsaufkommen und jede Menge frustrierter Verkehrsteilnehmer, die zwar im Vorfeld mit Verzögerungen rechneten, das heutige Ausmaß der Verkehrs-Situation dann aber doch nicht in diesem Ausmaße erwarteten.

Verkehrsteilnehmer gefrustet und besorgt

Lange Rückstaus in Wellen; Foto: privat

„Ich frage mich ernsthaft, wie das hier im nächsten halben Jahr weitergehen soll – der Rückstau reicht durch ganz Wellen, fast sogar bis Nittel!“, beschreibt uns ein Leser die Situation am frühen Donnerstagmorgen. Für die Strecke Nittel bis Grevenmacher, knapp 6 Kilometer, brauchten Verkehrsteilnehmer dabei über 30 Minuten. Dabei wirkte sich das Nadelöhr der Brückenauffahrt in Wellen auf alle Richtungen aus – auch aus Richtung Temmels kam es zu langen Rückstaus.

4 Kommentare

  1. Am einfachsten wäre eine Ampel die morgens 80% Richtung LU und Nachmittags umgekehrt schaltet. Man kann das auch mit einer Kamera lösen die Menge der Fahrzeuge ermittelt und nach Bedarf schaltet. 20km Umweg sind 20 Minuten und 5000g CO2 pro Wagen. Auch für Ehranger Brücke gibt es tolle Lösungen, wenn man morgens von Richtung Osburg nach LU möchte…

  2. Passt doch zum derzeitigen Gesamtbild. Die Mehrheit der lokalen Politik ist sowieso auf Konfrontationskurs mit den Grenzgängern und und möchte diese am liebsten abschaffen/verbieten. Da kommt der morgendliche Stresstest für die bösen Steuerflüchtlinge in Augen der hiesigen Politiker doch besonders gelegen. An den bedeutenden Wohlstandsverlust und Arbeitsplatzmangel ohne die Nähe zum Nachbarland denkt da niemand. Jede Medaille hat zwei Seiten… Also werte Bürgermeister*innen der Mosel-Grenzorte, denkt drüber nach wie verwaist eure Ortschaften wären, würde es die doofen, nervigen und lauten Pendler und Luxemburg nicht geben 😉

  3. Die Brücke muss eben dringend saniert werden , deshalb verstehe ich das rumgemotze nicht . Die Brücke in Grevenmacher wurde vor Jahren neu gebaut und war auch über 6 Monate nicht befahrbar .

  4. Mehr netto vom brutto in Deutschland und niemand tut sich die Fahrzeit nach Lux noch an. Und dann ist regional auch das Problem des Fachkräftemangels gelöst. Was ist daran so schwer?

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