BERLIN. Ob beim „kühlen Blonden“ in der Gastwirtschaft oder beim Einkauf im Getränkemarkt – die Bierpreise kennen aktuell nur eine Richtung: Nach oben! Nach Benzin und Lebensmitteln hat auch das Bier kräftig im Preis angezogen. Doch wie wirkt sich das auf den Bierkonsum der Deutschen aus – ändern die Menschen ihre Gewohnheiten?
Die deutschen Bierbrauer halten angesichts der stark gestiegenen Produktionskosten einen Preis von 7,50 Euro für ein Kneipenbier für möglich, berichtet beispielsweise der RBB. Das passiere dann, „wenn Brauereien und Gastronomen ihre Mehrkosten voll an den Verbraucher weitergeben“, zitiert der Sender den stellvertretenden Vorsitzenden des Brauereiverbands Berlin-Brandenburg, Stefan Fritsche, Dann „sind wir Ende dieses Jahres bei 7,50 Euro für den halben Liter Bier“.
Umfrage: Jeder fünfte Deutsche trinkt weniger Bier
Wie eine repräsentative Umfrage des Instituts YouGov, ein britisches Markt- und Meinungsforschungsinstitut, ergab, trinkt fast jeder fünfte Deutschet wegen der gestiegenen Preise weniger Bier. 17 Prozent der Befragten gaben an, dass sie weniger Bier konsumieren. Drei Prozent der Befragten sagten, dass sie mehr Bier trinken. Bei 61 Prozent ist der Bierkonsum unverändert, 19 Prozent machten keine Angabe.
Der Umfrage zufolge sagten Männer (22 Prozent) häufiger als Frauen (13 Prozent), dass sie durch die gestiegenen Preise weniger Bier trinken.
Hoher Kostendruck für Brauereien
In den vergangenen Monaten hatten mehrere große Bierhersteller in Deutschland ihre Preise erhöht oder dies zumindest angekündigt. Dazu zählten unter anderem die Radeberger Gruppe, Krombacher, Veltins und die Bitburger Braugruppe. Grund für das teurere Bier ist nach Angaben des Deutschen Brauer-Bunds der hohe Kostendruck für die Brauereien.
(rbb/dpa)














