++ Die Zeichen stehen auf Schließung – Galeria Karstadt Kaufhof vor endgültigem Aus in Trier? ++

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Muss der Standort Trier bald schließen?; Foto: Harald Tittel/dpa-Archiv

TRIER. Galeria Karstadt Kaufhof hat Ende Oktober Insolvenz anmelden müssen. Die Zukunft verschiedener Standorte ist weiter ungewiss – zahlreiche Kaufhäuser sollen geschlossen werden. Laut einem Bericht der Süddeutschen-Zeitung zähle hierzu auch der Standort Trier.

Wie die SZ erfahren haben will, gehören zu den Standorten, die geschlossen werden sollen Kaufhäuser in Bayreuth, Chemnitz, Cottbus, Göttingen, Kiel, Landshut, Lörrach, Lübeck, Münster, Nürnberg, Paderborn, Reutlingen, Saarbrücken, Siegburg, Speyer, Trier und Wiesbaden. Laut aktuellen Berichten sind etwa 60 der insgesamt 131 noch verbliebenen Standorte von der Schließung betroffen.

Schon bei einem Angebot einer möglichen Teil-Übernahme einiger Filialen durch den Online-Händler buero.de, welches jedoch Ende Dezember zurückgezogen wurde, erschien der Standort Trier nicht auf einer Liste der zu übernehmenden Filialen.

Schon in der vergangenen Woche sorgte ein Instagram-Posting der Bundestagsabgeordneten für den Kreis Trier-Saarburg ,Verena Hubertz (SPD), für Spekulation.

Politik setzt sich für Standort Trier ein – vergeblich?

“Die Zukunft unserer beiden Galeria-Filialen in Trier ist unsicher – und das seit Monaten. Gemeinsam mit meinen Kollegen @alexander.schweitzer und @teubersven sowie unserem Oberbürgermeister Wolfram Leibe haben wir uns bereits im Dezember bei der Konzernspitze für den Erhalt der Filialen eingesetzt”, so Hubertz auf Instagram.

Optimismus für den Standort Trier sehe wahrlich anders aus, waren sich viele Beobachter einig. Endgültig Klarheit, welche Standorte geschlossen werden, wird es für die rund 17.400 Beschäftigten und ihre Kunden wohl aber im März geben.

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20 Kommentare

  1. Wenn sich Kommunalpolitiker der SPD weinerlich für den Erhalt einer Sache einsetzen, kann man sicher sein, dass der Zug längst abgefahren ist. Wie beim Exhaus. Eigentlich sollte das auch Frau Hubertz wissen, die vor der Wahl ’21 von ihrer Partei als Wirtschaftsexpertin hochgejubelt wurde. Scheinbar war dies alles heiße Luft. Aber wenigstens Sie selbst ist wirtschaftlich gesichert.
    Eine gute Sache hat die Schließung allerdings. Der neue, grüne Baudezernent bekommt mehr Raum für seine Visionen zur Trierer Innenstadt. Dann ist ja alles gut …

  2. Ich find’s klasse. Endlich verschwinden die Konsumtempel des internationalen Finanzkapitals und die Innenstädte werden wieder Plätze für bürgerschaftliche Kollektive, Künstler und Manufakturen für eine nachhaltige Stadtentwicklung und für die Menschen. Weg mit dem Beton! Hin zu ökologischer Vernunft! Die Bürger wollen es.

    • Ich kann ihnen nur zustimmen. Die Städte sollten den Bürgern vorbehalten sein. Das prekäre Volk soll wieder raus aufs Land. Die verstehen Kunst und Musik sowieso nicht und belegen nur sinnlos unseren Wohnraum. Wir pflanzen in der Stadt wieder selbst in Blumenkübeln- und Töpfen. Endlich ist das fade Wasser wieder Geschichte und wir brauen uns zu Hause wieder leckeres Bier. Gute Idee!

  3. Naja, wenn sich das Geschäft noch lohnen würde, dann käme man wohl kaum auf die Idee, es aufzugeben. Und seit wieviel Jahren siechen die Kaufhäuser schon vor sich hin und wie oft wurden sie schon irgendwie “gerettet” ohne dass es etwas genützt hat? Es hat doch keinen Sinn, weiter ein totes Pferd zu reiten. Das gilt nun mal auch für Trier. Und was vor 50 Jahren noch sinnvoll war (“Heh, lasst uns ein Kaufhaus bauen! Möglichst groß und möglichst hässlich!”) das ist eben heute vorbei. Kann man gut finden, kann man schlecht finden, ist aber so.
    Und wenn Wohl und Wehe der Trierer Innenstadt von einem abgeranzten Kaufhaus abhängen in dem keiner mehr einkauft, ja dann hat man wohl die Entwicklungen der letzten Jahre mal wieder verschlafen.

    Natürlich ist es bedauerlich für alle die Leute, die da ihren Job verlieren werden, aber wenigstens ist der Arbeitsmarkt im Moment ganz günstig….

  4. Sieh an, die SPD und der Oberbürgermeister kämpfen für den Erhalt von Innenstadthandel, speziell Kaufhof.

    Wie denn genau? Mit höheren Parkgebühren und saftigeren Strafzetteln?

    Aber egal, der Zug ist abgefahren. Mit den 500 Corona-Milliarden hätte man sicher auch einige große Investitionen schultern, sinnvolle Weichen stellen können in Bezug auf die Zukunft unserer Innenstädte. Aber die mussten ja unbedingt für Mimimi aus dem Fenster geschmissen werden, nu sind sie weg.

  5. Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. Kein Plan, kein zukunftsorientiertes Konzept in einem so einst riesigen Unternehmen, das zeugt davon, hier haben sich die Firmenbosse satt gefressen und bereits die Taschen gut gefüllt. Traurig für die Mitarbeiter, aber Fähiges Personal wird überall gesucht (so als kleines Trostpflaster).

  6. Frau Hubertz soll ihre Zeit in Berlin bis zur Weitergabe nach Brüssel wie bisher absitzen und sich nicht zu Themen äußern von denen sie keine Ahnung hat.

    Für die Angestellten tut mir eine evtl. Schließung des Geschäfts leid, aber wie bereits oben zu lesen ist, ist der Arbeitsmarkt zur Zeit günstig. Vielleicht nicht im selben Metier.

  7. Der Krämerladen um die Ecke ist passe und Kaufhof auch. Eine Leiche kann man nicht am Leben erhalten. Besser mit der Zeit zu gehen und was Neues zu erschaffen.
    Wie wäre es mit einem Bürokomplex in dem Gebäude? Verkehrsgünstig und so entstehen Arbeitsplätze.

  8. Die Schreiben (oder Telefonate) von Leibe, Schweitzer, Teuber und Hubertz interessieren die Konzernspitze soviel, wie der berühmte umgefallene Sack Reis in China.
    Was haben denn Teuber und Hubertz in die Waagschale zu legen? Absolut nichts!

  9. Sobald der Globus in Zewen eröffnet wurde , werden die übrigen Geschäfte in der Innenstadt auch den Bach runter gehen . Wer wissen will wie’s dann bald dort aussieht, kann sich mal die Fußgängerzone in Oberhausen ansehen.

  10. Die Sozi-Selbstdarsteller setzen sich mal wieder für Trier ein (*rofl!), mit vorn dabei Marie-Luises Bubi (und MdL dank Ihrognaden) “teubersven”,
    Ich lach mich weg!

    Schade für die Mitarbeiter, aber der “stinkende Fischkopf” Benko hat es vergeigt, aber selbstredend mit vollen Taschen.

    • Ja hans.b

      ich bin auch sehr beeindruckt wie sich diese Marie Luise dafür eingesetzt hat dass BASF hier im Land bleibt und nicht nach China wechselt. Diese “Volksvertreter” setzen sich sich ja immer deutlich erkennbar dafür ein, hier alles an die Wand zu fahren. Man braucht nur die letzten 15 Jahre Revue passieren zu lassen. Es wurden von den “Volksvertretern” immer nur Entscheidungen getroffen, die unserem Land nachhaltig schaden. Energiewende, Zerstörung wichtiger wohlstandssichernder Industriesparten, illegale Flutung mit Migranten, Nichteinhaltung der Maastrichter Verträge u.s.w.

      Ich nehme das so wahr, dass hier eine gezielte Absicht dahintersteckt, sonst macht das alles keinen Sinn. Berücksichtigt man die fachliche Qualifikation (Studienabbrecher, Küchenhilfen,etc) und die kleinen Eskapaden dieser “Volksvertreter” (getürkte Lebensläufe, falsche akademische Titel, Steuerskandale, etc.) braucht man sich doch nicht zu wundern.

      Wartet mal ab wie die Trierer Innenstadt in einem Jahr aussieht.

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