Rheinland-Pfalz baut Plätze für Aufnahme von Kriegsflüchtlingen aus

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Foto: dpa

MAINZ. Für Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine erweitert Rheinland-Pfalz die Einrichtungen zur Erstaufnahme.

“Mit Hochdruck bauen wir die Aufnahmekapazitäten weiter aus”, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Mittwoch in einer Regierungserklärung im Landtag. Seit Beginn des Krieges am 24. Februar sei die Zahl der verfügbaren Plätze von 3300 auf 6650 erhöht worden. Tausende weitere seien in der Planung.

Zurzeit leben 4300 Geflüchtete in den Aufnahmeeinrichtungen des Landes, unter ihnen etwa 1700 aus der Ukraine. Viele weitere Kriegsflüchtlinge haben außerdem Unterkunft in Privathaushalten gefunden. So sind bereits 2000 ukrainische Kinder und Jugendliche in rheinland-pfälzischen Schulen angekommen.

“Die Aufnahme der Geflüchteten ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe”, sagte Dreyer. Das Land stelle in der Haushaltsplanung für dieses Jahr 50 Millionen Euro für die Unterbringung bereit – 30 Millionen für die Erstaufnahmeeinrichtungen und 20 Millionen für die Kommunen. “Wir alle wissen, die Unterbringung ist nur der erste Schritt”, sagte die Regierungschefin. “Um gut anzukommen, braucht es einen Weg in den Alltag.”

Zur Integration in den Arbeitsmarkt sei das Wirtschaftsministerium mit den Kammern und das Arbeitsministerium mit der Bundesagentur für Arbeit im engen Austausch, sagte Dreyer. Auch die gesundheitliche Versorgung sowie Corona-Schutzimpfungen würden sichergestellt. “Die Aufnahme und Integration ist und bleibt ein großer gemeinsamer Kraftakt.”

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