Ramstein: USA impfen afghanische Flüchtlinge gegen Masern

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Foto: Jörg Carstensen/dpa/Symbolbild

WASHINGTON/RAMSTEIN. Auf dem US-Stützpunkt im pfälzischen Ramstein hat medizinisches Personal damit begonnen, afghanische Schutzbedürftige gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken zu impfen. Mehrere Tausend Flüchtlinge warten auf ihre Weiterreise in die USA. Die Impfungen werden von der US-Gesundheitsbehörde CDC empfohlen. Masern sind eine der ansteckendsten Krankheiten des Menschen überhaupt.

Der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, John Kirby, hatte am Montag gesagt, bislang seien bei in den USA angekommenen Flüchtlingen fünf Masern-Infektionen festgestellt worden. Die Betroffenen befänden sich in Quarantäne. Aus Ramstein hieß es, es gebe dort einen bestätigten Infektionsfall. Die betroffene Person und deren Familie seien isoliert worden.

Insgesamt sollen 9000 Menschen in Ramstein die Impfstoffe verabreicht bekommen. Das werde mehrere Tage dauern, hieß es. Die Evakuierungsflüge mit afghanischen Schutzbedürftigen in die Vereinigten Staaten bleiben wegen der Masern-Infektionen noch bis nächste Woche ausgesetzt.

Ramstein ist der weltweit größte US-Luftwaffenstützpunkt außerhalb Amerikas. Ein Stützpunkt im Emirat Katar und jener in Rheinland Pfalz sind die wichtigsten Drehkreuze für die Weiterreise der Afghanen, die das US-Militär nach der Machtübernahme der militant-islamistischen Taliban ausgeflogen hatte. (dpa)

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