Rheinland-Pfalz: Neue Corona-Warnampel bestimmt „Anzahl“ von Ungeimpften!

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Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz stellt auf dem digitalen Landesparteitag der SPD in Mainz den Koalitionsvertrag vor. Foto: Boris Roessler/dpa

MAINZ. Das öffentliche Leben in der Pandemie richtet sich in Rheinland-Pfalz ab Sonntag nach einer neuen Corona-Warnampel. Dabei gebe es für Geimpfte und Genesene «ein sehr großes Stück Normalität», sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in Mainz. Allen anderen solle bei einem negativen Test ebenso eine Teilnahme an Veranstaltungen oder der Besuch von Restaurants ermöglicht werden, allerdings in einem geringeren Umfang.

Masken, Tests, Disko, Gastro, Sport, Arbeit – weitere Änderungen im Überblick

Die drei neuen Warnstufen richten sich nicht mehr allein nach der Inzidenz der Neuinfektionen mit dem Virus Sars-CoV-2, wie Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) mitteilte. Zusätzlich werde in der neuen Corona-Landesverordnung die Hospitalisierungsinzidenz berücksichtigt, kündigte Hoch an – also die Zahl der Neuaufnahmen von Covid-Patienten innerhalb von sieben Tagen bezogen auf 100.000 Einwohner. Als dritter Faktor für die Bemessung der Warnstufen kommt noch der prozentuale Anteil von Menschen mit Covid-19 auf den Intensivstationen der Krankenhäuser hinzu. Für alle drei Faktoren wurden konkrete Werte für die drei Warnstufen festgesetzt.

Bei der Zulassung von Anwesenden in Innenräumen sollen immunisierte Menschen – also alle, die geimpft oder genesen sind – außer Betracht bleiben. In einer Warnstufe 1 sind nach Angaben Hochs maximal 25 Menschen zugelassen, die lediglich einen negativen Test vorweisen können. In der Warnstufe 2 sind es zehn und in Warnstufe 3 nur noch fünf. Kinder bis einschließlich elf Jahren zählen dabei nicht mit, da eine Impfung derzeit erst ab 12 Jahren zugelassen ist.

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