++ Umwelt-Katastrophe: Alle Rettungskräfte sind mobilisiert- Dreyer und Scholz vor Ort ++

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Die Straßen in Esch (Kreis Ahrweiler) haben sich in reißende Ströme verwandelt. Foto: Thomas Frey/dpa

TRIER: „In Teilen von Rheinland-Pfalz spielt sich gerade eine Katastrophe ab. Der Starkregen der vergangenen Tage hat zu einem verheerenden Hochwasser mit massiven Schäden geführt. Es ist eine Katastrophe! Es gibt Tote, Vermisste und viele, die noch immer in Gefahr sind. Alle Einsatzkräfte sind rund um die Uhr im Einsatz und riskieren ihr eigenes Leben. Mein Mitgefühl gilt den Opfern der Hochwasserkatastrophe. Ich bange mit den Menschen vor Ort. Das Kabinett hat heute in einer Sondersitzung die wichtigsten nächsten Schritte abgesprochen. Es gibt keinen Bereich, der nicht betroffen ist“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer nach der Sondersitzung des rheinland-pfälzischen Kabinetts. Sie werde sich zusammen mit dem Innenminister einen eigenen Eindruck von der Lage vor Ort verschaffen.

„Wir sind ein Land, das Hochwasser gewohnt ist, gerade erleben wir aber eine Katastrophe. Akut kämpfen wir darum, die Menschen zu retten. Die Schäden in den Kommunen sind immens. Das können wir als Land nicht alleine auffangen. Deswegen bin ich dankbar, dass Vizekanzler und Bundesfinanzminister Olaf Scholz sich noch heute selbst einen Eindruck machen wird im Katastrophengebiet“, sagte die Ministerpräsidentin.

Aus allen Landesteilen sind Einsatzkräfte im Einsatz. „Ich danke den Helferinnen und Helfern für ihren Einsatz und bitte die Menschen, Ruhe zu bewahren und in ihren Häusern zu bleiben. Wir mobilisieren alles, um Sie zu retten! Das Land koordiniert in Zusammenarbeit mit allen Landkreisen und Städten, dem THW, der Bundeswehr, den Hilfsorganisationen, anderen Bundesländern, der Polizei, Energieversorgern und Telekommunikationsunternehmen die Lage. Dazu ist seit gestern die Koordinierungsstelle der ADD eingerichtet und ständig besetzt. Dort laufen alle Lagemeldungen der Landkreise und kreisfreien Städte zusammen. Ebenso werden alle Anforderungen im Bereich überörtliche Hilfe (aus anderen Kreisen und Städten in Rheinland-Pfalz) dort koordiniert, um die Verteilung zu priorisieren“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

In einigen Landesteilen ist der Mobilfunk ausgefallen, deswegen hat die Landesregierung eine Hotline für psychosoziale Unterstützung unter der Nummer 0800 001 0218 ab sofort freigeschaltet, die zwischen 9 Uhr und 17 Uhr erreichbar ist. Zudem bietet das Polizeipräsidium Koblenz eine Personenauskunftsstelle, an die sich besorgte Angehörige wenden können, die jemanden vermissen. Diese ist erreichbar unter der Telefon­nummer 0800 6565651.

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