Rettungsprojekt von Winzern und Gemeinden für den Mosel-Apollofalter kommt in Gang

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Ein Apollofalter. Foto: Thomas Frey/dpa/Archiv (Foto: dpa)

MAINZ/WINNINGEN. Winzer und Gemeinden an der unteren Mosel haben erste Maßnahmen auf den Weg gebracht, um den vom Aussterben bedrohten Mosel-Apollofalter zu retten.

Bei einem Besuch der Region informierte sich Umweltministerin Anne Spiegel (Grüne) über das Programm, zu dem eine Bestandserfassung der Schmetterlingsart, die Aussaat spezieller Blütenpflanzen, die Erkundung möglicher neuer Biotope und die eventuell notwendige Nachzucht der Falter gehören.

Auf den Projektflächen am Rosenberg zwischen Winningen und Kobern-Gondorf übergab Ministerin Spiegel den Projektpartnern einen Förderbescheid über nahezu 160.000 Euro. Im Jahr 2015 gab es nach Angaben des Ministeriums noch nahezu 2000 Falter der Unterart, die wissenschaftlich als Parnassius apollo vinningensis bezeichnet wird – benannt nach dem südwestlich von Koblenz gelegenen Ort Winningen. Im Sommer vergangenen Jahres wurde der Bestand nur noch auf rund 100 Schmetterlinge geschätzt.

„Der Apollofalter ist eine faszinierende Schmetterlingsart, deren Erhalt zum Schutz der Artenvielfalt in Rheinland-Pfalz von besonderer Bedeutung ist“, sagte Spiegel. „Auch durch den Klimawandel droht der endgültige Verlust dieser Spezies, die hier im unteren Moseltal beheimatet ist.“

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