Zurück zur Natur in den Saarburger Leukauen: Renaturierung des Leukbachs geht voran

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Die Renaturierung des Leukbachs wird fortgeführt. Bis zum August soll hier Raum für Freizeit im Grünen und die Gemeinschaft entstehen. v.l.: Landrat Günther Schartz, Christian Kewenig vom Bauamt der Verbandsgemeinde Saarburg-Kell und Bürgermeister Jürgen Dixius. Foto: Sandra Gehlen, Stadt Saarburg

SAARBURG. Schon seit 2008 wird der Leukbach in mehreren Bauabschnitten naturnah ausgebaut. Nun wird der nächste Schritt des Renaturierungsprojekts im Bereich des Cityparkplatzes in Saarburg vorangetrieben.

Landrat Günther Schartz und Bürgermeister Jürgen Dixius gaben heute den Startschuss für die Renaturierung des nächsten Gewässerabschnitts. Und es gab noch einen weiteren Grund zum Feiern. Der Mehrgenerationenplatz mit Spiel-, Sport- und Bewegungsbereichen für Jung und Alt konnte zeitgleich eingeweiht werden.

In dem aktuellen Abschnitt umfasst die Renaturierung einen ca. 120 Meter langen Teil des Leukbachs zwischen dem Haus der Vereine bis hin zum alten Spielplatzgelände. Durch sie wird eine weitere ökologische Verbesserung des Gewässers erreicht. „Wir leisten mit der Rückführung des Leukbachs in sein naturnahes Bachbett einen wichtigen Beitrag für den Umweltschutz“, so Landrat Günther Schartz.
Bereits ab 2008 wurde die Leuk in verschiedenen Bauabschnitten von der Landesgrenze bis hin zum Freizeitbad renaturiert, um Tier- und Pflanzenarten einen adäquaten Lebensraum zu bieten und das Ökosystem nachhaltig zu stärken. Neben Fischen, Amphibien und Vögeln profitiert auch der Mensch von den Maßnahmen. Durch die Wiederherstellung naturnaher breiter Uferbereiche werden Überschwemmungen zum Beispiel durch Hochwasserereignisse, auch infolge von Starkregen vorgebeugt. „Damit können wir neben einer ökologischen Aufwertung der Leuk auch den Hochwasserschutz verbessern“, ergänzt Bürgermeister Jürgen Dixius.
In Saarburg ist geplant, den geradlinigen, eingeengten Verlauf der Leuk in Richtung des City-Parkplatzes aufzuweiten. Das Gewässerbett soll durch die Rücknahme und Abflachung der Uferböschungen deutlich verbreitert werden. Ziel ist, die Fließgeschwindigkeit der Leuk zu verringern bzw. diverser zu gestalten, wodurch sich Sohlstrukturen wie Quer- und Längsbänke entwickeln können. Besonders in den beiden Kurvenbereichen wird die Aufweitung den Hochwasserabfluss verbessern. Verbreitert wird auch die Fußgängerbrücke zur Innenstadt, so dass diese in Zukunft problemlos von Fahrradfahrern und Fußgängern passiert werden kann.
Zu den ersten vorbereitenden Arbeiten für die Renaturierung gehörte die Rodung des bestehenden Uferbewuchses im Februar. Als Ausgleich zu den gefällten Gehölzen werden nach Abschluss der Arbeiten entlang des ursprünglichen Verlaufs neue Bäume und Sträucher gepflanzt. Mitten in der Stadt wird somit ein neuer Ort zum Wohlfühlen direkt am Wasser mit vielen Freizeitmöglichkeiten für Alle entstehen. Der an das Gebiet angrenzende neue Mehrgenerationenplatz mit Spielplatz, Bewegungs- und Fitnessgeräten steht ab sofort für alle großen und kleinen Bürger*innen bereit. Die Renaturierung der Leuk, der Mehrgenerationenplatz und das Haus der Vereine sind Teile eines Gesamtkonzepts für den Bereich „In den Leukauen“, der Raum für Freizeit im Grünen und die Gemeinschaft schafft. „Das Haus der Vereine ist bereits eine Erfolgsgeschichte, die wir nun mit dem Mehrgenerationenplatz und der Renaturierung komplettieren möchten“, freut sich Dixius.
Die Idee für den neuen Namen des Bereichs stammt von einer Bürgerin aus Trassem, die den Namen nach einem Aufruf der Stadt Saarburg in den Medien vorgeschlagen hatte.
Die Arbeiten zur Renaturierung dauern bis voraussichtlich Anfang August 2021, wobei die Ersatzpflanzungen erst im Herbst durchgeführt werden können. Finanziert wird sie zu 80 Prozent aus Fördermitteln des Landes im Rahmen der Aktion Blau und jeweils zu 10 Prozent von der Stadt Saarburg und dem Kreis Trier-Saarburg.
Das Teilprojekt Mehrgenerationenplatz erhielt eine Förderung aus dem europäischen LEADER-Programm. Bei förderfähigen Gesamtkosten von ca. 153.000 € wurde der Stadt Saarburg ein Zuschuss von rund 100.000 € EU-Geldern bewilligt.

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