Mehrfacher versuchter Mord: Prozess gegen Krankenpfleger startet im Juni

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Foto: dpa-Archiv

SAARBRÜCKEN. Vor dem Landgericht Saarbrücken muss sich nächsten Monat (18. Juni) ein Gesundheits- und Krankenpfleger wegen des Verdachts des mehrfachen versuchten Mordes verantworten.

Laut Sprecher der Staatsanwaltschaft lautet die Anklage auf Verdacht des versuchten Mordes in sechs Fällen, davon zweimal in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung. Für den Prozess wurden 25 Verhandlungstage angesetzt. Ein Urteil könnte demnach am 28. Dezember fallen.

Der 29-jährige Deutsche war von Anfang 2015 bis Frühjahr 2016 in der SHG-Klinik Völklingen sowie anschließend im Frühsommer 2016 in der Uniklinik in Homburg auf Intensivstationen beschäftigt.

Dort soll er Patienten nicht ärztlich verordnete und medizinisch nicht indizierte Herz-Kreislauf-wirksame Medikamente verabreicht und deren Tod in Kauf genommen haben. Dabei habe er beabsichtigt, «sich durch die eigenhändig durchgeführten Reanimationsmaßnahmen emotionale Befriedigung sowie Anerkennung von Kollegen und Ärzten zu verschaffen», so der Vorwurf.

Bei den Patienten handelte es sich um zwei Frauen im Alter von jeweils 77 Jahren sowie drei Männer im Alter von 31, 58 und 81 Jahren.

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