Deutlich mehr Rheinland-Pfälzer erhalten Pflegeleistungen

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Symbolbild // dpa

MAINZ. Die Zahl der Menschen in Rheinland-Pfalz, die Pflegeleistungen bekommen, ist in den vergangenen Jahren rapide gestiegen. Insgesamt waren es Ende vergangenen Jahres rund 202 700 und damit etwa fünf Prozent der Gesamtbevölkerung, wie das Statistische Landesamt in Bad Ems am Dienstag mitteilte. Zwei Jahre vorher war es ungefähr ein Viertel weniger. In den vergangenen zehn Jahren wuchs der Bezugskreis der Behörde zufolge sogar um knapp 97 000 Menschen oder 92 Prozent.

In der Entwicklung spiegle sich unter anderem der langfristige Trend einer alternden Bevölkerung wider, erklärte das Landesamt. Rund 76 Prozent aller Pflegebedürftigen seien im Dezember 2019 älter als 70 Jahre gewesen. Der in der älteren Bevölkerung höhere Anteil an Frauen zeigt sich indes darin, dass mehr als 60 Prozent der Pflegebedürftigen Ende vergangenen Jahres weiblich waren.

54 Prozent der Empfänger nahmen ausschließlich Pflegegeldleistungen in Anspruch und wurden zuhause gepflegt, den Angaben zufolge häufig von Familienangehörigen. Weitere 22 Prozent nahmen auch Hilfe eines Pflegedienstes in Anspruch. In vollstationärer Pflege waren Ende 2019 rund 19 Prozent der Betroffenen. In ganz Rheinland-Pfalz gab es laut der Behörde zu dem Zeitpunkt 559 Pflegeheime mit rund 35 600 Beschäftigten, die ungefähr 42 600 Menschen betreuten. Die Zahl der Heime stieg gegenüber 2017 um 20, die der Heimbeschäftigen um rund 600 und schließlich die der Betreuten um etwa 2000. (dpa)

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