Piktogramme auf dem Prüfstand: Online-Befragung zu Fahrrad-Markierungen in Trier

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Foto: Presseamt Stadt Trier

TRIER. Wie die Stadt Trier mitteilt, gibt es seit 2017 in der Weberbach und der Paulinstraße eine auffällige Markierung: Fahrrad-Piktogramme in regelmäßigen Abständen signalisieren den Autofahrern, dass Radverkehr hier zu erwarten ist und auch erwünscht ist. 

Die Radfahrer selbst sollen so ermutigt werden, die Fahrbahn statt den Gehweg zu benutzen. Die Fahrradsymbole auf der Straße werden jeweils durch zwei Richtungspfeile ergänzt, die auf eine kontinuierliche Radroute hinweisen.

Die Stadt hatte sich für diese Form der Markierung entschieden, weil in den beiden Straßen aus Platzgründen eine separate Radverkehrsführung nicht möglich ist. Da diese Art der Piktogrammfolge in der Straßenverkehrsordnung bisher nicht vorgesehen ist, konnte sie nur im Rahmen ­eines Modellprojekts umgesetzt werden, das von den Universitäten Dresden und Wuppertal wissenschaftlich begleitet wurde. Jetzt können die Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer selbst einen wichtigen Beitrag zur Forschung leisten: Mit einem Online-Fragebogen will die TU Dresden herausfinden, wie sich unterschiedliche Fahrbahnmarkierungen für den Radverkehr auf das Fahrverhalten und das Sicherheitsgefühl auswirken.

Um aussagekräftige Ergebnisse zu erzielen, ist es wichtig, dass möglichst viele Personen an der etwa 15-minütigen Befragung teilnehmen. Die Datenerhebung erfolgt anonym. Damit die Befragung richtig dargestellt wird, empfiehlt sich die Verwendung eines PCs oder Tablets. Ein Smartphone ist ungeeignet. Die Teilnahme an der Befragung ist bis zum 15. Dezember unter folgendem Link möglich: https://umfragen.psych.tu-dresden.de/sozsci/radpositionen/?r=t. Eine Verlinkung zur Umfrage findet sich auch im städtischen Internetportal: www.trier.de/umwelt-verkehr/.

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2 KOMMENTARE

  1. Da wäre es sinnvoll, an Bundesstraßen Schilder aufzustellen, das parallel ein Radweg zu Verfügung steht. Wieviele Radfahrer, überwiegend Rennräder, fahren auf Bundesstraßen, um ihre Reifen zu schonen. Da angeblich angelegte Radwege unvorteilhaft sind, entweder Gegenstände oder Unebenheiten sich dort befinden.

    • Warum kommen Sie hier mit Whataboutism um die Ecke?
      Ausserdem geben Sie sich die Antwort ja schon selber: Viele Radwege parallel zu anderen Fahrbahnen sind schlicht und ergreifend in einem miserablen Zustand. Wenn ich mit dem Auto vom Hauptbahnhof nach Kürenz fahre wählte ich bisher auch immer die Schöndorfer Straße und nicht die bis letztes Jahr holprige Kürenzer Straße.

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