RLP: Innenminister sieht keinen latenten Rassismus bei der Polizei

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Der Innenminister von Rheinland-Pfalz, Roger Lewentz (SPD), bei einem Pressetermin.

Bildquelle: Foto: Oliver Dietze/Archiv (dpa)

MAINZ. Der rheinland-pfälzische Innenminister und SPD-Landesvorsitzende Roger Lewentz sieht bei der Polizei in seinem Bundesland keinen strukturellen oder latenten Rassismus.

«Ich bin seit 14 Jahren für die Polizei Rheinland-Pfalz verantwortlich, und ich habe rassistische Ausfälle, die man der Polizei (im allgemeinen) zuordnen könnte, nie erlebt», sagte Lewentz im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. Allerdings: «Es gibt, wo Menschen unterwegs sind, einzelne Verfehlungen», sagte Lewentz. «So was gibt es immer, nicht nur bei der Polizei, sondern überall in der Gesellschaft.»

Rheinland-Pfalz lege großen Wert darauf, Menschen mit Migrations-Hintergrund bei der Polizei einzustellen. Dies sei ein Beitrag dazu, dass man wisse, wie eine Bevölkerung zusammengesetzt sei, «nämlich mittlerweile ziemlich bunt», sagte der Minister. Zudem gebe es eine Kommission innere Führung, «die solche Dinge auch immer und immer wieder mit den Vorgesetzten bespricht».

SPD-Chefin Saskia Esken hatte zuvor unterschwelligen Rassismus auch bei deutschen Sicherheitskräften beklagt. «Auch in Deutschland gibt es latenten Rassismus in den Reihen der Sicherheitskräfte, die durch Maßnahmen der Inneren Führung erkannt und bekämpft werden müssen», sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag). Dabei stehe die große Mehrheit der Polizeibediensteten solchen Tendenzen sehr kritisch gegenüber und leide unter dem potenziellen Vertrauensverlust, der sich daraus ergebe.

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7 KOMMENTARE

  1. Esken=irre!
    Löblich, dass Herr Lewentz die Polizei so beurteilt und verteidigt!
    Kontraproduktiv allerdings, dass „Menschen mit Migrationshintergrund“ unsere Polizei seit Jahren durchsetzen, s. vor allem Berlin.
    Wie ich vor Jahren von einem mir damals bekannten Einstellungsberater auf der Polizeischule auf dem Flugplatz Hahn erfahren habe, wurden die Anforderungen für die Einstellung in den Dienst der Polizei ständig „angepasst“, so dass auch Unsportlichen oder gar der deutschen Sprache in Wort und Schrift maximal rudimentär Kundigen einer Karriere als Polizeikommissar*in/divers und mehr nichts mehr im Wege stand. Auch „unsere“ Polizei muss schön bunt sein.
    Als ich 1981 zum Bund ging, musste mein Schulfreund (kein „eingeborener“ Deutscher!), um in HH Polizist zu werden, „Deutscher im Sinne Artikel 115 (?) des Grundgesetzes“ sein. War er auch, und war besser so damals, Her Lewentz.

  2. Liebe Frau Esken, ihre Feststellung das es bei der Polizei unterschwelligen Rassismus gibt begründen Sie worauf. Natürlich sind Polizeibeamte genervt wenn sie zum Xten mal wegen Streitigkeiten unter „Neubürgern“ gerufen werden, oder den Kaufhausdieb egal ob beim Kaufland oder Media Markt etc. zum xten mal in Gewahrsam nehmen – sich Beschimpfungen anhören müssen eben solcher Täter, die hier mit wohlwollen aufgenommen und gefördert werden. Es entwickelt sich eine Parallel Gesellschaft derer, die hier unter dem Deckmantel als Schutzsuchend kommen und unserer eigenen Bürger. Warum? Weil Politik und Rechtsprechung hier mit zweierlei Maß misst und unsere Neubürger mehr zuspricht als unseren eigenen Leuten (bsp. Geld und Sachleistungen). Offensichtlich sind viele der Neubürger unserer Sprache nicht mächtig, jedoch die gesetzlichen Grenzen von Delikten kennen diese mit bravur, sodass auch in Zukunft der Langfinger geschnappt, registriert und wegen Bagatelle nach 2 Stunden wieder frei ist, egal ob zum 1. oder 10. mal.
    Zu guter letzt, hoffe das ich mit dem Begriff „Neubürger“ nicht gegen irgendeine Art Richtlinie der Kommunikation oder gegen das AGG verstoßen habe, wenn doch, so möge man es mir verzeihen.

  3. Jetzt wird der arme Dachdecker Herr Neger in Frankfurt sicher wieder Drohungen bekommen weil er mit Nachnamen Neger heisst, so wie 2015, als es sogar eine Facebookgruppe gegen ihn gab. Dabei ist mittlerweile klar, dass sein Nachname die Ableitung eines dialektalen hessischen Ausdrücks für Arbeiter ist und nix mit Afrika zu tun hat.

  4. …wie die Kommentatoren hier die Äußerung von Frau Esken EMPÖRT zurückweisen, nur um anschließend selbst ihr durch und durch rassistisches Gedankengut unter Beweis zu stellen, spottet schon jeder Beschreibung.

    Menschen mit Migrationshintergrund „durchsetzen“ also unsere Polizei, die sarkastische Verwendung des Begriffes „Neubürger“…aber diese Leute merken wahrscheinlich eh nix mehr. Selbstgerecht bis zum jüngsten Tag!

  5. Die Situation wird immer irrer, jetzt wurde in den USA schon der Film VOM WINDE VERWEHT vom Programm genommen, bei uns sicher bald auch.
    Sicher werden auch bald die alten Folgen von DER ALTE auf den Index kommen, weil der Assistent vom ALTEN dunkle Hautfarbe hatte und somit, als Assistent, in einer dem weissen Chef dienenden Rolle gezeigt wurde.

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