Nach tödlichem Verkehrsunfall in Ayl: Polizei erschüttert – Fahrzeuge fuhren einfach weiter

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Symbolbild Polizeifahrzeug

SAARBURG/AYL. Am Sonntag, 17.02.2019, gegen 04:04 Uhr, erfolgte eine Mitteilung der Integrierten Leitstelle Trier, dass es innerhalb der Ortslage Ayl zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen sei. Die Fahrerin des Fahrzeuges sei eingeklemmt, der Wagen würde brennen. Entsprechende Rettungsdienste werden unmittelbar verständigt.

Die Fahrzeugführerin, eine zwanzigjährige Frau verstarb an der Unfallstelle. Die aus Trier stammende Frau war allein in ihrem PKW unterwegs. Sie befuhr die B 51 aus Saarburg kommend in Fahrtrichtung Trier. Aus bislang nicht bekannten Gründen kam sie in Höhe der Einfahrt „Im Brühl“ nach links von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Laternenmast und eine Mauer. Der durch den Unfall entstandene Fahrzeugbrand konnte durch die Ersthelfer und die eintreffenden Feuerwehren gelöscht werden.

Zur Ermittlung der Unfallursache wurde durch die Staatsanwaltschaft Trier die Erstellung eines Sachverständigengutachten beauftragt.

Durch den Unfall unmittelbar geweckt werden zwei Ehepaare aus benachbarten Anwesen, sie haben den Knall vernommen. Als man dort den Unfallwagen gesehen habe, seien alle gemeinsam zur Unfallstelle gelaufen, um erste Hilfe zu leisten. Mit mehreren Feuerlöschern bekämpften die Zeugen den Brand. Letztlich gelang es den beiden Herren die Insassin, welche im Fahrzeug eingeklemmt war, nach mehreren Versuchen aus dem brennenden Wagen zu ziehen. Eine der Zeuginnen versuchte gleichzeitig vorbeifahrende Fahrzeuge zwecks Hilfeleistung anzuhalten, jedoch ohne Erfolg. Mindestens zwei Fahrzeuge seien einfach weitergefahren.

Eine weibliche Ersthelferin und die beiden Herren zogen sich bei den Hilfeleistungen Verletzungen und Rauchgasintoxikationen zu. Sie mussten zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser verbracht werden. Diese konnten sie inzwischen wieder verlassen.

Im Einsatz waren die Freiwilligen Feuerwehren Saarburg, Beurig, Ayl und Biebelhausen mit ca. 30 Einsatzkräften unter Leitung des VG-Wehrleiters Bernhard Hein. Weiter waren das DRK Saarburg mit zwei RTW und Notarzt, das RWE (Westnetz), sowie die Straßenmeisterei Saarburg im Einsatz.

Harald Lahr, Leiter der Polizeiinspektion Saarburg lobt ausdrücklich die Ersthelfer. Sie haben ihre eigene Gesundheit zur Rettung des Menschenlebens riskiert. „Leider konnten Sie durch den selbstlosen Einsatz, das Leben der jungen Frau nicht retten,“ führt Lahr aus. Erschüttert zeigt er sich über die nach erstem Eindruck der Erstelfer mangelnde Hilfs- und Unterstützungsbereitschaft der Fahrzeugführer. „Leider sind uns hier die Kennzeichen der Fahrzeuge bisher nicht bekannt, wir suchen Zeugen welche Angaben dazu machen können.“

Die Polizei Saarburg sucht Zeugen des Unfallgeschehens und Personen welche Angaben zu den vorbeifahrenden Fahrzeugen tätigen können.

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