“Detekiv-Affäre“ – Ehemaliger OB muss sich vor Gericht verantworten

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Symbolbild // dpa

HOMBURG/SAARBRÜCKEN. Im Zuge einer Detektivaffäre muss sich der Homburger Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind (SPD) ab heute wegen Untreue vor dem Landgericht Saarbrücken verantworten.

Er soll Mitarbeiter des städtischen Baubetriebshofs Ende 2015 wochenlang von Detektiven aus Düsseldorf überwacht haben lassen, ohne den Stadtrat zu informieren. Der Kreisstadt Homburg entstand durch den «pflichtwidrig» erteilten Überwachungsauftrag nach Angaben der Staatsanwaltschaft ein Schaden von gut 100 000 Euro.

Anlass für den Detektiv-Einsatz waren angebliche Missstände, die Schneidewind aufdecken wollte. Denn es gab Vorwürfe, Mitarbeiter würden während ihrer Arbeitszeit Bäume für Privatleute fällen, zu Sammelplätzen fahren und dann das Holz nach Feierabend verkaufen. Am Ende seien nur «minimale Arbeitszeitverstöße eines Mitarbeiters» festgestellt worden. Schneidewind räumte ein, dass die Beauftragung des Detektivbüros und die Freigabe der Rechnungen «Fehler waren».

(dpa)

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