Mega-Marx schrumpft um 80 Zentimeter!

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TRIER. Bei der Trierer Karl-Marx-Statue zeichnet sich ein Kompromiss ab. Vor allem die Höhe der Skulptur, die die Volksrepublik China der Stadt Trier zum 200. Geburtstag des berühmten Sozialphilosophen und Revolutionärs schenken will, war zuletzt umstritten.

Um diese Frage ging es in mehreren Telefonaten und Gesprächen, die Beigeordneter Andreas Ludwig in den vergangenen Tagen mit dem Künstler Wu Weishan und dem Leiter des chinesischen Generalkonsulats in Frankfurt, Wang Shunqing, geführt hat.

Dabei einigten sich die Gesprächspartner darauf, die Gesamthöhe der Statue inklusive Sockel um 80 Zentimeter auf 5,50 Meter zu verringern. Der bisher favorisierte Standort am Simeonstiftplatz wird demnach beibehalten.

Hinsichtlich der Kostenverteilung sagte die Volksrepublik China zu, neben der Statue selbst und deren Transport nach Trier auch den Sockel einschließlich Stufen und Natursteinverkleidung sowie die Verankerung der Skulptur zu finanzieren. Die Stadt Trier übernimmt im Sinne einer technisch klaren Trennlinie die Kosten für die Aufstellung, also für den Erdaufbruch und das Fundament, für Pflasterarbeiten, Bauplanung und Sicherungsmaßnahmen sowie für etwaige archäologische Grabungen.

Oberbürgermeister Wolfram Leibe zeigte sich erfreut, dass ein „für alle Beteiligten tragfähiger Kompromiss“ gefunden werden konnte. „Das Ergebnis zeigt, dass es der Volksrepublik China bei ihrem Angebot wirklich um eine Geste der Wertschätzung und des Respekts, und nie um eine Frage der Ideologie gegangen ist“, so Leibe.

Der Stadtrat hatte sich am 13. März in einem Grundsatzbeschluss für die Annahme der Schenkung ausgesprochen, sich aber noch nicht auf Ausführungsdetails festgelegt. Beigeordneter Ludwig stellte die jüngsten Verhandlungsergebnisse am Donnerstag im Baudezernatsausschuss vor. Sie sind in einer Beschlussvorlage zusammengefasst, über die der Stadtrat in seiner nächsten Sitzung am Donnerstag, 6. April, entscheidet.

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