Berufstätig und studieren: Eignet sich ein Fernstudium oder besser ein Abendstudium?

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Bildquelle: pixabay

TRIER. Wer studieren, aber berufstätig bleiben möchte, muss sich zwischen einem Fernstudium oder Abendstudium entscheiden. Diese zwei Optionen stehen zur Auswahl, wenn finanziellen Engpässen während des Studiums vorgebeugt werden soll. Beide bringen Belastungen mit sich, doch für welche Art von Studium sollte sich ein Berufstätiger entscheiden?

Vorab erst zwei wichtige Fragen klären

Es sollte jedem klar sein, dass ein Studium neben den Beruf, eine hohe Belastung für sich selbst und für das nähere Umfeld darstellt, welche vorher wohl überlegt sein will. Wer sich für ein Studium neben dem Beruf entscheidet, sollte deshalb die richtige Schulform für sich finden, damit eine realistische Chance besteht, mit dieser Doppelbelastung fertig zu werden. Es sind vorab zwei wichtigen Fragen zu klären:

Wie lässt sich das Studium in den Tagesablauf integrieren?

Das Abendstudium oder auch Präsenzstudium (weil der Studierende anwesend, also präsent sein muss) kann nur erfolgreich in den Tagesablauf integriert werden, wenn die Arbeitszeiten sich mit den Unterrichtszeiten nicht überschneiden. Es bringt auch nichts, wenn der Arbeitsort zu weit vom Schulungsort entfernt ist. Hier sollte noch die Entfernung und Fahrzeit mit eingeplant werden. Es ist schwer, konsequent an einem Abendstudium teilzunehmen, wenn zwischen Arbeitsende und Unterrichtsanfang ständig zu wenig Zeit zur Verfügung steht. Stress und manch versäumte Unterrichtsstunde sind die Folgen.

Ein Fernstudium lässt sich wesentlich besser in den Tageslauf integrieren, weil die örtliche Nähe zu einem Campus nicht erforderlich ist. Der Studierende ist zeitlich ungebunden, weil seine Unterrichtsstunden nicht vorgegeben sind. Er kann beispielsweise wählen, ob er vor oder nach seiner Arbeit mit dem Lernen beginnt. Auch für Studenten, die auf dem Land leben und weit bis zum Unterrichtsort fahren müssten, ist ein Fernstudium sicher die bessere Wahl.

Welcher Lerntyp bin ich?

Wer abends, nach einem anstrengenden Arbeitstag, nicht mehr richtig aufnahmefähig ist, der ist mit einem Präsenzstudium schlecht beraten. Es bleibt nur die zur Verfügung gestellte Unterrichtszeit, um Wissen aufzunehmen. Kann er nur wenig Nutzen aus dem Unterricht ziehen, muss er zu Hause den Unterrichtsstoff noch einmal durchgehen. Ein Abendstudium kommt also nur für jemanden in Betracht, der sich zu 100 Prozent auf den Unterricht konzentrieren kann, auch, wenn ein harter Arbeitstag hinter ihm liegt.

Ein Fernstudium eignet sich für jeden Lerntyp. Das Unterrichtsmaterial kommt mit der Post. Lernvideos lassen sich meist über das Internet downloaden und können dann zur beliebigen Uhrzeit angesehen werden. Auf diese Weise bleibt der Student flexibel. Er lernt, wenn er sich wach und aufnahmefähig fühlt, und wenn er sich richtig konzentrieren kann. Die Tageszeit ist dabei nicht ausschlaggebend.

Für die meisten Studenten ist ein Fernstudium praktischer

Ein Fernstudium bietet wesentlich mehr Flexibilität und persönlichen Freiraum. Der Student ist nicht ortsgebunden und kann sogar unterwegs noch lernen, wenn er sich beispielsweise auf seinem Weg zur Arbeit befindet. Wer sich selbst motivieren und eigenständig lernen kann, sollte das Fernstudium dem Abendstudium vorziehen.

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