ENSCH. Nach den ungewöhnlichen Vorfällen mit einem aggressiven Wildschwein auf einem Golfplatz bei Trier setzt der Verein auf enge Abstimmung und gemeinsames Handeln. Wie der Vorsitzende des Golf Clubs Trier, Patrick Stein im Gespräch erklärte, arbeiten Verein, Jagdpächter, Jäger und weitere Beteiligte derzeit eng und Hand in Hand zusammen, um die Lage unter Kontrolle zu halten und eine sichere Lösung zu erreichen.
Enge Abstimmung nach den Vorfällen auf dem Gelände
Nach den bisherigen Ereignissen auf dem Platz war die Anlage aus Sicherheitsgründen gesperrt worden. Inzwischen steht vor allem eines im Mittelpunkt: die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten.
Patrick Stein betont gegenüber lokalo.de, dass der Verein dem Jagdpächter und auch dem Ortsvorsteher früh signalisiert habe, jede mögliche Unterstützung anzubieten. „Wir arbeiten gemeinschaftlich an einer Lösung und alle ziehen an einem Strang. Die Zusammenarbeit aller Beteiligten ist wirklich sehr gut“, sagt er.
Wärmebilddrohne im Einsatz
Nach Angaben des Vorsitzenden wurden bereits konkrete Maßnahmen ergriffen. So sei das Gelände unter anderem auch mit einer Wärmebilddrohne abgeflogen worden, um die Lage besser einschätzen und das Tier lokalisieren zu können.
Ziel aller Maßnahmen sei es, die Situation sicher und koordiniert zu lösen. Der Verein spricht dabei von einem regen Austausch zwischen allen Beteiligten.
Warum das Tier so aggressiv war, ist weiter unklar
Warum das Wildschwein ein derart ungewöhnliches Verhalten zeigte, ist nach Angaben von Patrick Stein bislang nicht eindeutig geklärt.
Es gebe jedoch Hinweise darauf, dass es sich um ein verletztes Tier handeln könnte. In Gesprächen mit Jägern habe sich der Verdacht ergeben, dass bei einer Treibjagd im Januar in Schweich ein Wildschwein am Vorderlauf verletzt, später aber nicht gefunden worden sei. Dies sei jedoch nur eine Vermutung.
„Das ist kein normales Verhalten“
Ein verletztes Tier könne ein solch untypisches Verhalten möglicherweise erklären, so Stein mit Verweis auf Gespräche mit erfahrenen und eingebundenen Jägern. Auch der betroffene Mitarbeiter, selbst Jäger, habe ein solches Verhalten in dieser Form noch nicht erlebt.
Wildschweine seien normalerweise Fluchttiere, sagt Stein. „Das ist kein normales Verhalten.“
Verein lobt gemeinsames Vorgehen
Trotz der angespannten Lage ist der Tenor klar: Die Beteiligten arbeiten geschlossen zusammen, stehen im engen Austausch und versuchen, die Situation mit Augenmaß und Verantwortung zu lösen.
Aus Sicht des Vereins zeigt sich gerade jetzt, wie wichtig eine starke Zusammenarbeit zwischen Verein, Jagdpächter, Jägern und Verantwortlichen vor Ort ist.


















