TRIER. Aus einem grauen Schotterplatz wird ein grüner Zukunftsort: Der Paulusplatz in Trier wird derzeit komplett umgestaltet – mit neuen klimaresistenten Bäumen, Sitzbereichen für Studierende und einem KI-gesteuerten Bewässerungssystem. Die Arbeiten sollen bis Ende Januar abgeschlossen sein.
Neun neue Bäume und mehr Aufenthaltsqualität
Der bisher überwiegend versiegelte Paulusplatz zwischen Pauluskirche und Gestaltungscampus der Hochschule Trie rverwandelt sich in eine grüne Insel.
In den kommenden Wochen werden neun Großbäume (3–5 Meter hoch) gepflanzt, weitere vier folgen in Pflanzkübeln. Zwei bestehende Bäume bleiben erhalten.
Damit der Platz auch von Studierenden genutzt werden kann, entstehen neue Sitz- und Tisch-Bank-Kombinationen. Ziel ist ein Ort, der im Sommer Schatten spendet, zum Lernen einlädt und mehr Lebensqualität ins Quartier bringt.
Klimafeste Baumarten + smarte Technik unter der Erde
Gepflanzt werden ausschließlich klimaresiliente Arten, darunter Esskastanie, Ahorn, Elsbeere und sogar ein Urweltmammutbaum.
Die eigentliche Neuerung steckt jedoch unsichtbar im Boden: Erstmals kommt ein KI-basiertes Bewässerungssystem zum Einsatz. Feuchtigkeitssensoren messen, wann die Bäume Wasser brauchen – die KI steuert die Bewässerung automatisch. Gleichzeitig bleiben die oberen Erdschichten bewusst trockener, damit die Bäume tiefere Wurzeln bilden und langfristig stabiler werden.
Hitzeinsel als Testfeld – Fördermittel ermöglichen Umsetzung
Der Paulusplatz gilt heute als Hitze-Hotspot. Genau deshalb wird er nun als Pilotfläche genutzt, erklärt das Amt StadtRaum: Ideale Bedingungen, um smarte Begrünungssysteme real zu testen.
Jeder Baum erhält rund 22 Kubikmeter Wurzelraum – deutlich mehr als früher üblich. Unterirdische Verbindungen erlauben zudem einen Austausch zwischen den Bäumen.
Finanziert wird das Projekt komplett über das KIPKI-Förderprogramm des Landes.
Kostenpunkt: 177.000 Euro – vollständig übernommen durch Rheinland-Pfalz.
















