TRIER. Die IHKs Trier, Koblenz und Aachen haben mit ihrer Aktion „A1-Lückenschluss statt Sackgasse!“ ein starkes Signal gesetzt. Entlang des rund 25 km langen Teils der A1-Autobahn in der Eifel, der bislang fehlt, besteht jetzt mehr Rückenwind denn je.
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) brachte seine Unterstützung klar auf den Punkt:
„Das Projekt bringt Vorteile für Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Tourismus und die Umwelt. … Wenn das Gericht das Baurecht bestätigt, müssen zeitnah die weiteren Schritte vorbereitet werden. … Als Bundesverkehrsminister setze ich mich weiterhin dafür ein, dass die Lücke der A1 Schritt für Schritt geschlossen wird – so schnell wie möglich.“
Warum der Anschluss so wichtig ist
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Wirtschaftlicher Engpass: Thomas Stiren (IHK Trier) bezeichnet das fehlende Teilstück als „Bremsklotz“, der Pendlern, Firmen und dem Tourismus schadet.
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Zahlen, die überzeugen:
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1,5 Mio Stunden Fahrzeit jährlich weniger
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66,5 Mio km weniger Strecke
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3.000 t weniger Treibstoffverbrauch, zeigt die IHK Trier ihk.de+3ihk.de+3rheinische-anzeigenblaetter.de+3
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Europäische Verkehrsader: Die A1 ist Teil der wichtigen Nord-Süd-Verbindung. In der Eifel entsteht ein Nadelöhr, das dringend geschlossen werden muss
Aktueller Stand & offene Hürden
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Vier Gemeinden zogen ihre Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss zurück – ein klares Zeichen für Fortschritt.
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Die Umweltklage des BUND läuft noch, die Entscheidung ist für den 5. November 2025 angesetzt – und wird vermutlich vom EuGH beeinflusst.
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Die Eifel-Lücke wird zu rund 500 Millionen Euro Baukosten geführt. Die Fläche teilt sich: etwa 10 km in Rheinland-Pfalz, der Rest in NRW. Erste Planungen reichen bis 2034
Stimmen aus der Region
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Jennifer Schöpf-Holweck (IHK Trier):
„Damit diese Vorteile genutzt werden können, muss mit Tempo Baurecht geschaffen und die Finanzierung frühzeitig sichergestellt werden.“
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Andrea Stenz (IHK Koblenz):
„Der A1-Lückenschluss ist entscheidend, um sowohl die Ansiedlung neuer Unternehmen zu fördern als auch bestehenden Unternehmen bessere Standortbedingungen zu bieten.“
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Michael F. Bayer (IHK Aachen):
Betonung der regionalen Bedeutung – der Lückenschluss stärkt den gesamten Wirtschaftsstandort.
Praxisbeispiel aus Dreis‑Brück
Hans Ludwig, Spediteur:
„Etwa 70 % unserer Lieferungen gehen nach NRW, was für unsere Fahrer … regelmäßig 30 Minuten mehr Fahrtzeit bedeutet. … mehr Spritverbrauch, mehr CO₂ und Gefährdung der Fußgänger.“
















