Topstars der Kegler in Riol – Gilzem im Titelkampf – Trier will die Klasse halten

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Christian Bohn, stärkster "Heimkegler" des KSV Riol II, steht im Aufgebot der 1. Mannschaft.

RIOL/GILZEM/TRIER. An diesem Wochenende starten die Kegel-Bundesligen in ihre ultimative Phase. In den Playoffs und Abstiegsrunden werden die Meister gekürt und die Absteiger ermittelt. Von den vier Mannschaften aus dem Gau Mosel, die in den beiden höchsten Männerklassen unterwegs sind, ist nur die Saison für den KSV Riol II bereits beendet, der sich vorzeitig den Klassenerhalt der 2. Bundesliga gesichert hat. In der stärksten Liga der Welt, der 1. Bundesliga, ist die Rioler „Erste“ erster Playoff-Gastgeber der Saison 2014/15, in der 2. Bundesliga spielt der SK Eifelland Gilzem um den Titel, der SKV Trier gegen den Abstieg.

1. Bundesliga/1. Spieltag Meisterrunde in Riol: KSV Riol, KF Oberthal, KSG Montan Holten Duisburg, SK Heiligenhaus, (Samstag, 12 Uhr, Kegelsporthalle Riol)

Der Schachzug der Rioler, mit klugen Personalverschiebungen die 2. Liga zu halten und dennoch die Meisterrunde der 1. Liga zu erreichen, ist gelungen. Obwohl der Serien-Vizemeister als Vierter erst auf den letzten Drücker auf den Playoff-Zug aufgesprungen ist, sind die Moselaner sicherlich nicht das schlechteste der vier Playoff-Teams. Das bewiesen sie am letzten Spieltag der Normalrunde, als sie Rekordmeister KF Oberthal bezwangen und dabei noch nicht einmal ihre Bestbesetzung aufgeboten hatten.

Nach ganz oben wird der Weg der Rioler dennoch nicht mehr führen können, denn der Modus in den Entscheidungsrunden ist ein anderer, als im Liga-Betrieb (siehe Extra). „Wir peilen einen Platz auf dem Treppchen an“, sagt Pressesprecher Freddy Langer, „den Grundstein wollen wir mit einem Sieg an diesem Wochenende auf unseren Bahnen legen.“ Favorit auf die deutsche Meisterschaft sind erneut die Kegelfreunde Oberthal.

Taktische Geplänkel gibt es jetzt natürlich nicht mehr. Steve Blasen und Kai Knobel, die zuletzt häufiger in der 2. Mannschaft im Einsatz waren, stehen der 1. Mannschaft wieder uneingeschränkt zur Verfügung. Bis auf Christian Schneider sind die Moselaner komplett. Als Alternative steht Christian Bohn, bester Heimspieler der 2. Mannschaft im Playoff-Kader.

KSV Riol: Martin Hoffmann, Horst Mikisch, Steve Blasen, Bernardo Immendorff, Kai Knobel, Christian Bohn, Thomas Steines

2. Bundesliga/1. Spieltag Meisterrunde in Kerpen: SK Eifelland Gilzem, KSC Kerpen, KSC Hüttersdorf, KF Oberthal II (Samstag, 12 Uhr)

Erstmals seit 1999 – damals gelang auch der Aufstieg in die 1. Bundesliga – hat der SK Eifelland Gilzem wieder die Meisterrunde der 2. Liga erreicht. Dazwischen lagen bestenfalls Mittelfeldplätze. „Wir haben unser Ziel eigentlich schon erreicht“, sagt Teamchef Klaus Dichter, „alles was jetzt noch kommt, ist Zubrot.“
Die Chance auf den Aufstieg ist dennoch minimal. Erstens, weil die Gilzemer nur als Dritter, und damit mit zwei Punkten in diese Runde gehen, zweitens, weil der Hauptrundenerste, der KSC Hüttersdorf, eine erfahrene Fahrstuhlmannschaft, haushoher Favorit ist. Interessant ist die Rolle von Oberthal II. Die Saarländer, die wegen der Zugehörigkeit ihrer 1. Mannschaft zur 1. Liga nicht aufsteigen dürfen, könnten zum Zünglein an der Waage werden.

Die Ergebnisse des ersten Spieltags in Kerpen, „auf Bahnen die mit viel Druck gespielt werden müssen“ (Dichter), können schon richtungweisend sein. „Platz 2 wäre ein tolles Resultat“, sagt Dichter.
SK Eifelland Gilzem: Christian Junk, Tom Hoffmann, Klaus Dichter, Patrick Dichter, Fränk Greischer, Pascal Petry, Chris Fuchs

2. Bundesliga/1. Spieltag Abstiegsrunde in Buseck: SKV Trier, Meteor 85 Mittelhessen, KSC Lebach, KSG Köllerbach (Samstag, 12 Uhr)

Der SKV Trier startet als Drittletzter der Hauptrunde mit drei Punkten in die Abstiegsrunde, in der alles möglich erscheint. Als sicherer Absteiger gilt lediglich der KSG Köllerbach, der die Normalrunde als weit abgeschlagener Tabellenletzter beendet hat.
„Ausschlaggebend für unseren Gang in die Abstiegsrunde waren sicherlich die schwachen Heimresultate“, sagt Triers Pressesprecher Hans-Jürgen Frank. Seine Schlussfolgerung: „Da wir in der Runde drei Mal auswärts antreten, spricht die Statistik an sich für uns.“ Er fügt aber gleich an: „Darauf geben wir aber nichts.“

Mit drei von vier möglichen Punkten aus der Normalrunde gehen wir die Herausforderung an. Ärgster Konkurrent wird sicherlich Lebach sein, die mit der optimalen Vorgabe von vier Punkten starten.

Für den ersten Spieltag, der aus geographischen Gründen bei Meteor 85 Mittelhessen ausgetragen wird, gibt Frank folgende Zielsetzung aus: „Wir sollten möglichst vor Lebach ins Ziel gehen, im besten Fall aber mindestens auf Platz 2 des Spieltags landen.“ In der Meisterschaft bot Trier in Buseck eine gute Leistung, „Lebach war aber noch besser als wir“, sagt Frank.

SKV Trier: Daniel Klink, Nico Klink, Engelbert Poth, Klaus Schmitt, Manfred Göbel, Christian Bach, Markus Erbisch

[td_text_with_title custom_title=“Modus in Playoff- und Abstiegsrunde“] Jeder Teilnehmer hat einmal Heimrecht. Entscheidend für die Wertung ist die von der gesamten Mannschaft erzielte Holzzahl – es gibt keine Wertungspunkte. Nach der Platzierung in der Normalrunde geht jeder Teilnehmer mit einer Vorwertung in die Entscheidung. Das beste Team nach den 18 Spieltagen geht mit 4 Punkten in die Playoffs/Abstiegsrunde, das schlechteste mit einem Punkt. Analog dazu werden an den nun folgenden Spieltagen die Punkte vergeben. Der jeweilige Sieger erhält vier, der Zweite drei, der Dritte zwei, der Letzte einen Punkt. Am Ende ist das Team mit der höchsten Punktzahl Meister. Bei Punktgleichheit entscheidet die bessere Platzierung aus der Normalrunde. In der Abstiegsrunde hält die punktbeste Mannschaft die Klasse, der Drittletzte der 2. Liga spielt eine Relegation gegen den Drittletzten aus dem Norden, die beiden Letzten steigen ab.

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