Grüne kritisieren scharf den Verzicht der Stadt auf Katwarn

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Mit KatWarn kann man sich bei Katastrophen über sein Handy warnen lassen.

Bildquelle: Fraunhofer FOKUS

TRIER. Die Stadtratsfraktion Bündnis 90/Grüne kritisiert den Verzicht auf das Katastrophen-Warnsystems KATWARN für die Stadt Trier. Nach Auffassung der Grünen gab nur ein Vorteil den Ausschlag: Der Kostenfaktor. Das mittlerweile KATWARN seit fast zwei Jahren der Bevölkerung zur Verfügung stehen könne, zähle für die Verantwortlichen offensichtlich nicht.

„Angesichts der sich häufenden Berichterstattung über die Zunahme der Bedrohung durch das AKW Cattenom und der hohen Anzahl von Gefahrstofftransporten in der Region ist es äußerst beunruhigend, dass es im Stadtgebiet immer noch keine zentrale Alarmierungseinrichtungen für die Bevölkerung gibt“, so die katastrophenschutzpolitische Sprecherin Petra Kewes.


Zum Hintergrund: Bereits im Mai 2013 stellte die Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen einen Antrag auf Einführung des Katastrophen-Warnsystems KATWARN in der Stadt Trier. KATWARN wurde vom Fraunhofer-Institut zusammen mit dem Verband der öffentlichen Versicherer und Sparkassen, in denen jeweils die Kommunen vertreten sind, entwickelt. Damit werden Bürger und Bürgerinnen unmittelbar per SMS oder E-Mail bei drohenden Katastrophen, oder Unglücksfällen gewarnt.

Mit dem Hinweis, dass auf Bundesebene MoWaS eingeführt werde und dies wolle man weiter verfolgen, wurde der Antrag kurzer Hand von Dezernent Thomas Egger im Ausschuss ab moderiert. Immer wieder hakten die Vertreter von Bündnis 90/Die Grünen im Rat und auch im Ausschuss nach und thematisierten die Einführung von KATWARN.

Im Juli 2013 teilte OB Jensen mit, dass sich die Arbeitsgemeinschaft der Landräte und er sich für das System MoWaS entschieden hätten, da es angeblich erhebliche Vorteile gegenüber KATWARN hätte. „Die Realisierung des nicht erprobten Warnsystem MoWaS lässt weiterhin auf sich warten“, kritisieren die Grünen abschließend.

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2 KOMMENTARE

  1. Liebe Grüne, habt Ihr überhaupt eine Ahnung, so ansatzweise, was bei der Trierer Feuerwehr alles an Geld fehlt? hat nicht ein Ratsmitglied von euch gefordert, die Freiwilligen Feuerwehrleute könnten sich ihre neuen Schutzanzüge ( ca. 700 Euro/Stück) doch selbst kaufen, so wie sich ein Fußballer seine Schuhe auch selbst kauft? Und warum eigentlich? Die alten waren doch erst 15 Jahre alt. Jede Freiwillige Feuerwehr in Trier erhält pro Jahr vom Stadtrat 500 Euro für “ Kameradschaftliche Zwecke“. Da denkt ihr jetzt bestimmt an Bier und Schwenkbraten. Irrtum: Die Freiwilligen bezahlen von dem Geld so Sachen wie Toilettenpapier, Putzutensilien ( Um FW-Häuser und FW-Autos zu säubern) , Telefongebühren, die Müllentsorgung in den Feuerwachen, kaufen so Dinge wie Rasenmäher, Einrichtungen , Büro-und Ausbildungsmaterial usw. Da sind die 500 Euro ein Trinkgeld. Freiwillige Feuerwehrleute in Trier können nicht nur löschen sondern auch Putzen , Kehren und Rasenmähen. Wieso gehen die ehrenamtlichen Stadtratsmitglieder nach den Sitzungen eigentlich nicht die Klos im Rathaus selbst putzen? Die bekommen sogar das Catering zu den Sitzungen bezahlt. Die freiwilligen müssen ihren Erholungsurlaub nehmen wenn es zu Lehrgängen auf die Schule nach Koblenz geht.
    Ach ja: 12 von 15 Löschfahrzeugen sind älter als 20 Jahre.
    Bin mal gespannt auf eure Antworten.

    • Na, wo bleiben den die Reaktionen von Britz, Leuckefeld, Hofmann oder Müller-Kolb ? Die sollten ja drin sein in der Materie.

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