TRIER. Das Theater Trier stellt einen neuen Langzeitrekord auf: In der Spielzeit 2025/26 wurden 138.000 Tickets verkauft, die damit die erfolgreichste Saison seit 1989 war – die Zahlen konnten in nur vier weiteren Spielzeiten der Theatergeschichte in Trier übertroffen werden. Intendant Lajos Wenzel stellte zuletzt die Bilanz der vergangenen Saison dem Kulturdezernat vor.
Der große Zuspruch sei Ausdruck der guten Arbeit am Theater und des Rückhaltes in der Bevölkerung, so Wenzel. Für Kulturdezernent Markus Nöhl sind die herausragenden Zahlen ein Zeichen für die Bedeutung des Theaters in Trier und der Region sowie die Notwendigkeit der anstehenden Generalsanierung.
Mit 138.118 Besuchen stellt Intendant Lajos Wenzel im Dezernatsausschuss III die erfolgreichste Spielzeit am Theater Trier seit 1989 vor. Nach endgültiger Auswertung wurden in der Spielzeit 2024/25 380 Vorstellungen mit einer durchschnittlichen Auslastung von rund 84% gespielt. Trotz der besonderen Effekte der Theatertage in der vorausgegangenen Spielzeit steigerten sich die Verkaufszahlen im Vergleich zur Saison 2023/24 um 15 Prozent und knapp 18.000 Tickets.
Die positive Entwicklung des Musiktheaters setzte sich auch in der vergangenen Spielzeit fort. Mit Publikumslieblingen wie „Turandot“ in der Inszenierung von Lajos Wenzel, das mit einer Auslastung von 97 Prozent über 6.000 Menschen ins Theater zog, oder dem Musical „La Cage aux Folles“, das insgesamt 9.768 Zuschauerinnen und Zuschauer sahen, steigerten sich die Zuschauerzahlen von 22.674 in der Saison 2023/24 auf 23.406 in der vergangenen Saison.
Die beste Auslastung hat traditionell das Kinder- und Jugendtheater. Die 65 Vorstellungen für alle Altersstufen ab 5 Jahren sahen 28.128 junge Zuschauerinnen und Zuschauer, was eine Auslastung von 87 Prozent ergibt.
Die erfolgreichste Abendproduktion im Schauspiel war das Brecht-Stück „Mutter Courage und ihre Kinder“ mit 5.886 Besuchen (Auslastung 86,03 %). Daneben waren der open air auf dem Augustinerhof gezeigte Klassiker „Sommernachtstraum“ von William Shakespeare mit 5.338 Besuchen (94,85 Prozent) und die Uraufführung der Satire „Putsch!“ mit 4.278 Besuchen (85,97 Prozent) besonders beliebt beim Publikum.
Eine deutliche Steigerung der Zuschauerzahlen konnte die Tanzsparte verzeichnen. Mit insgesamt 10.020 verkauften Tickets für 24 Aufführungen lag die Auslastung in der Spielzeit 2024/25 bei 79 Prozent – und damit deutlich über den Zahlen der Vorsaison, die bei 7.701 Besuchen eine Auslastung von 65 Prozent hatte. Ein herausragender Erfolg war Roberto Scafatis neue Choreografie zu „Schwanensee“, die insgesamt 6.765 Besucherinnen und Besucher sahen und damit eine Auslastung von 98,87 Prozent hatte.
Erfolgreich war das Theater Trier auch mit Open Air Aufführungen auf dem Augustinerhof, die 8.013 Zuschauerinnen und Zuschauer sahen. Mit diesen Formaten erreichte das Theater Trier viel Publikum außerhalb üblicher Zuschauergruppen und bekräftigte seinen Anspruch, Theater für alle Menschen in Trier und der Region anzubieten. Gleiches Ziel verfolgt das Fringe Theaterfestival das über drei Tage hinweg 7.000 Besucher erreichte ebenso wie das Picknickkonzert vor der Porta Nigra, das mit 4.000 Menschen sehr gut besucht wurde.
Weitere 16.729 Konzertbesuche des Philharmonischen Orchesters der Stadt Trier wurden bei Sinfonie-, Familien und Mixed Zone-Konzerten, besonderen Konzerten wie dem Neujahrskonzert, Halloween-Konzert und kleineren Konzertformaten wie Klassik um 11 oder Kammerkonzerten gezählt. 13.509 Zuschauerinnen und Zuschauer sahen Produktionen des Theaters Trier in anderen Städten. So spielte die Ballettcompany Gastspiele in Wetzlar, das Orchester in Luxemburg und Kaiserlautern und das Schauspiel in unterschiedlichen Städten, wodurch das Theater Trier zusätzlich Erträge generieren konnte.
Intendant Lajos Wenzel dankt den überaus engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Theaters in allen Abteilungen, aber auch den viele treuen und zahlreichen neuen Besucherinnen und Besuchern. „Seit das Theater am Augustinerhof steht, gab es nur vier Spielzeiten, in denen wir mehr Zuschauer erreicht haben als in der zurückliegenden. Der großen Rückhalt, den das Theater genießt, ist Basis unserer Arbeit“, so Lajos Wenzel bei der Vorstellung der Zahlen im Kulturausschuss.
Kulturdezernent Markus Nöhl gratuliert Intendant Lajos Wenzel und dem ganzen Team des Theaters Trier: „Diese Zahlen machen deutlich, welchen Stellenwert die Bildungs- und Kultureinrichtung des Theaters in Trier und der Region genießt. Die nochmalige Steigerung von 15 Prozent belegen die Unterstützung nochmals. Dass die letzte komplett von Sanierung unbeeinflusste Spielzeit mit solchen Zuschauerzahlen beeindrucken kann, ist der hohen Qualität der Produktionen und dem gut auf Trier abgestimmten Spielplan zu verdanken. Dabei finden anspruchsvolle wie auch eher unterhaltende Formate ihren Platz. Über 20.000 Kinder und Jugendliche im Jahr zeigen auch, dass das Haus für alle Generationen offensteht. Das Theater Trier ist für alle da“, freut sich Triers Kulturdezernent Markus Nöhl. „Gerade mit Blick auf die unmittelbar bevorstehende Generalsanierung ist das Rückenwind!“
In der kommenden Spielzeit wird das Theater wegen der anstehenden Generalsanierung das große Haus am Augustinerhof verlassen. Bis Ende des Jahres wird noch das beliebte Familienstück zur Weihnachtszeit, Oper, Konzert und Ballett mit Orchester im Haus am Augustinerhof gespielt. Kleine Produktionen werden schon ab Oktober im neuen Anbau an der Tufa gezeigt. (Quelle: Theater Trier)















