SAARLAND. Knapp vier Monate nach dem gewaltsamen Tod einer 30-jährigen Frau bei Rehlingen-Siersburg hat die Staatsanwaltschaft Saarbrücken Anklage erhoben. Einer 36-Jährigen wird Mord vorgeworfen. Nach Angaben der Ermittler soll sie ihre Sexualpartnerin Ende November in der Nähe eines Autobahnparkplatzes getötet haben.
Staatsanwaltschaft erhebt Mordanklage in Saarbrücken
Die Anklage wurde zum Landgericht Saarbrücken erhoben. Laut Staatsanwaltschaft sollen die beiden Frauen Ende November gemeinsam mit dem Auto zu dem Bereich bei Rehlingen-Siersburg gefahren sein. In einem nahen Waldstück soll es dann zu sexuellen Handlungen mit Praktiken aus dem sadomasochistischen Spektrum gekommen sein.
Die Beschuldigte soll ihr Opfer dabei zunächst mit einer Gliederkette am Hals gedrosselt haben. Anschließend soll sie der 30-Jährigen mehrfach mit einem Küchenmesser Verletzungen zugefügt haben. Die Frau starb nach Angaben der Ermittler an einer Kombination aus Blutverlust und stumpfen Verletzungen im Halsbereich. Die Leiche war Ende November auf einem Feldweg von einem Spaziergänger entdeckt worden.
Tatverdächtige sitzt seit Ende November in Untersuchungshaft
Die mutmaßliche Täterin wurde kurz nach der Tat im Landkreis Mainz-Bingen in Rheinland-Pfalz festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Sowohl die Beschuldigte als auch das spätere Opfer stammen nach Angaben der Staatsanwaltschaft aus Baden-Württemberg.
Psychische Erkrankung könnte im Prozess eine Rolle spielen
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll in einem möglichen Prozess auch ein psychiatrischer Sachverständiger eingebunden werden. Dabei soll geprüft werden, ob und in welchem Umfang bei der 36-Jährigen psychische Erkrankungen vorliegen könnten. Über die Zulassung der Anklage muss nun das Landgericht Saarbrücken entscheiden.
Fall sorgt im Saarland weiter für Aufsehen
Der Fall hatte bereits Ende November für großes Aufsehen gesorgt, als die tote Frau im Bereich eines Feldwegs nahe eines Autobahnparkplatzes entdeckt worden war. Mit der nun erhobenen Mordanklage geht das Verfahren in die nächste Phase. Ob und wann es tatsächlich zu einem Prozess kommt, ist noch offen.















